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Von Laternen verzaubert in Hoi An

Heute konnte ich zur Abwechslung etwas länger schlafen, da ich erst um 10:00 Uhr abgeholt wurde. Am Weg zum Frühstück hatte ich eine lustige Begegnung mit den Reinigungsdamen. Als sie mich durchs Stiegenhaus marschieren sahen, wollten sie mich dazu bringen in den Lift zu steigen. Da versuchte ich ihnen zu erklären, dass ich schon 3mal stecken geblieben bin und deshalb normal nicht Lift fahre. Ich bin mir nicht sicher, ob sie mich verstanden haben, aber ich ließ mich nicht überreden. Nach dem Frühstück packte ich den Rest zusammen, checkte aus und wartete in der Lobby auf meinen Fahrer.

Heute hatte ich einen Privattransport mit Auto nach Hoi An. Der Fahrer sprach kaum Englisch somit verlief die Fahrt ruhig und ich hatte Zeit Bilder zu sortieren. Einen kurzen Stopp legten wir an einem kleinen Strand ein, wo der Fahrer seine Pause machte und ich den happy room nutzte. Hier traf ich auch auf zwei Straßenverkäufer, die altes Geld sammelten. Mir wurde ein 20 Schillig Schein gezeigt und ich wurde um Euro Münzen gebeten. Ich gab ihm ein paar Stück, die ich dabei hatte. Der Dame kaufte ich ein paar Postkarten ab. Dann ging die Fahrt weiter.

Diese Eisenstützen an den Bäumen sieht man hier öfter. Sie dienen dazu die Bäume vor dem Umfallen bei Taifunen zu schützen.

In Hoi An angekommen, war mein Hotelzimmer noch nicht fertig, also irrte ich kurz draußen etwas herum. Viel Zeit war aber nicht, da meine Stadttour schon bald beginnen sollte. Dann hieß es schnell umziehen und mit Sonnencreme bewaffnen.

Um 14:00 startete dann die Walking Tour. Diesmal bestand die Gruppe aus Indern, Kiwis, einer Polin, die in Irland lebt und einem Paar von den Philippinen. Insgesamt lief die Tour sehr gestresst ab. Unser Tourguide Luan sprach sehr schnell. Der erste Stopp war eine Schneiderei, wo uns kurz über den Schmetterlingszyklus des Seidenspinners erklärt wurde. Diese spinnen einen Kokon, welcher dann zur Herstellung der Seide verwendet wird, ein Wahnsinn was für ein Prozess da dahinter steckt. Wir konnten auch die Larven betrachten. Danach wurde uns gezeigt, wie die Stoffe verarbeitet werden. Viele Frauen machen hier noch Handarbeit.

Abschließend war es dann eine Vetkaufsveranstaltung von ihren Kleidungsstücken. Sie würden in 1-2 Tagen alles maßschneidern und ins Hotel liefern. Mir gefiel ihre Verkaufsart aber gar nicht.

Anschließend hatte die Hälfte der Gruppe Freizeit zum Souvenirshopping. Ich gehörte auch zu diesem Teil. Zuerst traf ich auf eine Dame, die Obst herumtrug und mich zu einem Foto überredete. Ich kaufte ihr auch etwas Obst ab, wobei ich euch leider nicht sagen kann was das ist. Aber es schmeckt gut.

In Hoi An’s Gassen waren unzählige Touristen unterwegs, man wurde regelrecht durch die Gassen geschoben. Die Hitze noch dazu stellte keine gute Kombination dar. Der Bereich hier bestand aus einem Souvenirladen nach dem anderen mit Restaurants dazwischen. In einer halben Stunde sollte ich bei einem Performance Theater sein, wo wir traditionelle vietnamesische Künste betrachten würden. Es war ein klimatisiertes Theater, wo nacheinander Musik, Gesang und Tanz aufgeführt wurde. Beim Eintreten bekam jeder einen Holzstab in die Hand mit einem vietnamesischen Wort darauf. Am Ende wurde ein Stab gezogen und ein Herr hatte eine Geschenkssackerl gewonnen.

Nach dem Theater gings zu einem chinesischen Tempel. Bei den Pagoden hier befindet sich bei jedem Eingang eine Stufe, dies dient dazu beim Eintreten den Kopf zu senken und so Respekt zu zeigen. Auch hier gab es wieder Kraniche, die auf Schildkröten standen, was auch ein Symbol von Ying und Yang darstellt. Außerdem befanden sich hier riesige Räucherkegel, die von der Decke hingen. Im Sommer braucht so ein Kegel eine Woche bis er verbrannt ist, bei feuchtem Wetter hält er sogar ein Monat.

Anschließend besuchten wir ein altes Gebäude in dem Menschen arbeiteten, die von Agent Orange in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Dies wurde im Krieg flächendeckend versprüht und die ungeborenen Kinder trugen Schaden davon. Nichtsdestotrotz waren die Betroffenen sehr gut aufgelegt, kamen sofort in eine Konversation mit uns und zeigten uns ihre handwerklichen Fähigkeiten. Aus Papier werden hier wunderschöne Bilder und Karten hergestellt. Da musste ich natürlich zuschlagen.

Weiter gings zur japanischen Brücke. Die auch am 20.000 Dong-Schein abgebildet ist. Anschließend hatten wir wieder eine gute halbe Stunde Freizeit bis zum Abendessen. Ich irrte etwas in der Gegend umher, da auch hier extrem viel los war. Dabei konnte ich auf der Brücke beobachten, wie Einheimische mit Booten versuchten schwimmendes Grünzeugs von der einen auf die andere Seite zu bekommen. Ihre Zusammenarbeit war echt spannend zum Ansehen und schlussendlich haben sie es auch geschafft.

Zum Essen gabs Tofu Salat, Tofu mit Reis und Gemüse, Springrolls und Wassermelone. Diesmal aß ich fast alles zusammen, da es wirklich gut war. Ich fand heraus, dass die Kiwis auf der Nordinsel in Neuseeland leben und eine Milchkuhfarm mit 200 Kühen betreiben. Wir hatten sofort ein Gesprächsthema und ich zeigte Bilder vom irischen Melkstand her.

Nach dem Essen war das Highlight der Tour geplant, eine Bootsfahrt in Mitten von beleuchteten Laternen. Ich ging mit den Kiwis an Board und jeder bekam eine Papierlaterne mit Kerze. Wenn man sie ins Wasser lässt, spricht man einen Wunsch aus. Das Erlebnis war magisch, trotz der vielen Leute um einen herum und ich habe eine grüne Laterne bekommen. 🙂

Danach wären wir zurück ins Hotel gebracht worden, aber ich entschied zu Fuß zurück zu gehen und noch etwas durch die Läden zu stöbern. Denn jetzt waren die Temperaturen für mich erträglich und die meisten Leute waren essen, also war nicht mehr so viel los auf den Straßen. Dabei fand ich auch wieder eine Art Kirtag, wo ich mir zum Tagesabschluss noch eine Bananenpancake als Streetfood gönnte. Dann ging es gut 20min zurück zu Fuß zum Hotel, wo ich versuchte mein Gepäck besser zu strukturieren, denn Übermorgen geht es weiter mit dem Flieger in den Süden nach Ho Chi Minh.

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