Heute hieß es um halb 6 auf und aufs Oberdeck, um den Sonnenaufgang zu betrachten. Die japanischen Jungs waren schon da. Über eine Stunde hofften wir am bewölkten Himmel einen Schimmer von Sonnenaufgang zu entdecken, jedoch vergeblich. Im Gegenteil es begann sogar wieder leicht zu regnen. Kazuki hatte uns schon verlassen und wir gingen dann auch wieder aufs Zimmer. Bevor es um 7:00 Uhr Zeit fürs Frühstück war.



Es gab Spiegelei, gebratene Gemüsenudeln und gebratenen Gemüsereis . Diesmal lagen auch Stäbchen bereit, wobei mir Ron dann Nachhilfe gab im Stäbchen essen. Wann hat man schon die Chance, das von Profis erklärt zu bekommen. Ich war zwar um einiges langsamer als die Jungs, aber schlussendlich habe ich meinen Teller auch leer bekommen.

Anschließend kam Long an jeden Tisch und erfragte unsere Wahl für das Vormittagsprogramm. Zur Auswahl standen Fahrten mit dem Kajak, Bambusboot oder Speedboot. Davon war Kajak fahren nur zu zweit möglich, der Rest waren Gruppenaktivitäten. Wir hatten dafür eine Stunde Zeit und konnten die Zeit auch aufteilen und an zwei Aktivitäten teilnehmen. Ich wartete ab wie sich der Rest der Gruppe entschied, da ich ja nicht alleine Kajak fahren gehen konnte. Ron entschied sich für die sichere Variante und wählte nur das Bambusboot. Akira entschied für die Jungs Speedboot und Kajak, also wählte ich genauso, da wir dann zwei Zweierteams fürs Kajak hatten.
Schnell noch in geeignetes Gewand fürs Kajak geschlüpft, da die Wahrscheinlichkeit trocken zu bleiben gleich Null war, die Temperaturen jetzt aber nicht so hoch waren, um nur im Bikini aufs Speedboot zu gehen. Dann gings schon aufs Beiboot und damit zum Steg, von wo aus alle Boote starteten.

Zuerst war Kajak an der Reihe. Nach Anlage der Schwimmwesten, bewaffneten wir uns mit den Paddels und begaben uns in die Kajaks. Mit diesen gings durch eine Höhle in eine kleine Bucht, wo wir eine Showeinlage von Affen bekamen. Das Kajaking war richtig cool mit den Jungs und am Schluss gaben wir uns dann noch ein kleines Rennen.










Anschließend gaben wir das Kajak retour und begaben uns auf ein Speedboot. Das teilten wir uns mit den Australieren und den italienischen Mädels. Long war nun auch mit dabei und erzählte uns an den Stopps informative Dinge zur Halong Bay. Unter anderem gibt es hier über 2000 kleine Inseln, die Viatnamesen sagen aber, dass es hier genau 1969 Inseln gibt, da dies das Todesjahr von Ho Chi Minh ist. So ehren sie ihren Helden, der sie nach jahrelangen Kriegszeiten, in die Unabhängigkeit geführt hat.



Der Kapitän des Speedboots gab teilweise richtig Gas und zog einige scharfe Kurven. Wir hatten definitiv alle unseren Spaß dabei. Auch die Geschichte zur Entstehung der Halong Bay wurde uns erzählt. Dabei hätte ein Drache, Long, die Invasoren durch das Ausspucken von Juwelen verteidigt und diese Juwelen haben sich in all die Inseln verwandelt. Irgendwie witzig, dass unser Tourguide hier auch Long heißt.








Das Speedboot brachte uns dann direkt zurück zu unserem Schiff. Dort angekommen hieß es frisch machen und zusammenpacken. Da stellte ich leider fest, dass ich mal wieder meinen iPhone Ladesteckereingang nass gemacht hatte. Denn das Aufladen vom Handy war aufgrund dessen als wieder nicht möglich. Laut Google kann das bis zu 24h dauern, bis der wieder getrocknet ist. Das wäre etwas subideal, ich hatte zwar noch 60% Akku, aber ohne Telefon wäre ich aufgeschmissen. Was lerne ich daraus, es wird endlich Zeit mir eine Powerbank mit Induktionsladung zuzulegen. Ich begab mich zu den Jungs und fragte nach, ob sie zufällig eine dabei hätten, doch leider auch nur mit Kabel. Da wurde ich leicht nervös. In Irland hat das zwar damals nur eine halbe Stunde gedauert, aber seit dem Kajaking waren nun schon 2 Stunden vergangen.
Gegen 11 Uhr gab es noch einen Brunch, wobei wie immer ordentlich aufgetischt wurde. Ich teilte wiederum meine vegetarischen Gerichte mit den Jungs, da es für mich alleine ohnehin viel zu viel war. Das Essen war wie immer echt lecker, es gab für mich Tofu mit Gemüse, frittierte Süßkartoffeln und Eierspeis. Dazu gab’s wie immer Reis und heute Süßkartoffelpommes.

Komplett voll verließen wir mittags das Schiff und begaben uns mit dem Beiboot an Land. Dort stiegen wir in einen Kleinbus, welcher uns zurück nach Hanoi bringen sollte. Ich saß bei den Japanern, wo ich noch ein japanisches Buch von Akira bewunderte. Die Lesen nicht nur von hinten nach vorne, sondern die Zeilen sind Spalten, die von oben nach unten zu lesen sind. Das hat mich schon etwas fasziniert. Auch heute lernte ich wieder ein paar Wörter und schnappte Phrasen über ihre Gestik auf. Allgemein finde ich die japanische Kultur nun echt sehr interessant. Auch das Land haben sie mir schmackhaft gemacht und verraten, wo sich die schönsten Teile vom Land verstecken.

In der Mitte hielten wir wieder für den happy room und bekamen von einer Dame eine Führung zum Thema Bambus Erzeugung. Anschließend durchlief man einen riesigen Souvenirshop mit Bambuserzeugnissen. Bevor die Fahrt weiter ging, gab’s noch ein letztes Foto mit uns allen, Singapur, Japan und Österreich auf einem Bild vertreten.

Meine Powerbank inklusive Ladekabel funktionierten noch immer nicht. Ich probierte Rons, da klappte es und so war ich schon mal heilfroh, also entweder hatte ich jetzt das Kabel geschrottet oder die Powerbank war tot. Mit Akiras Powerbank probierte ich dann mein zweites Ladekabel, welches aber nur für meinen Netzstecker kompatibel aber nicht für meine Powerbank funktionierte. (Die IPhones mit ihren unterschiedlichen Steckern…) Das klappte auch, also brauchte ich jetzt entweder eine neue Powerbank mit geeignetem Stecker oder ein neues Kabel. Ich erklärte Akira, dass ich dann in einen Handysshop gehen werde, um mir eines der beiden zu besorgen.
Für Akira war sofort klar sie würden mit mir aussteigen und mir noch helfen das Problem mit meinem Handy hinzubekommen. Ich war wirklich erstaunt von der Freundlichkeit. Wir stiegen also gemeinsam in der Nähe meines Hotels aus. Akira wusste sofort einen Handyladen, wo ich ein neues Kabel bekam. Natürlich checkte ich sofort ab, ob die Powerbank mein Handy auch damit auflädt und es klappte, also stand einer beruhigten Weiterreise nichts mehr im Wege.
Nun hatte ich noch 1.5 Stunden Zeit bevor mich mein Taxi zum Flughafen bringen würde. Wir beschlossen noch gemeinsam auf ein Abschiedsgetränk zu gehen, wobei Kazuki Starbucks dafür auswählte. Dort angekommen war ihnen aber zu viel los und wir wechselten in ein anderes Cafe. By the way fand ich das echt lustig, weil sie die Menschenmassen genau so wenig mögen wie ich. Beim nächsten handelte es sich um ein kleineres Lokal, wo es nur Kaffee, Tee und Milchshakes gab. Da es mir für die Tee viel zu heiß war, blieb nur ein Milchshake übrig, der aber zur Hälfte aus Tee bestand. Schmeckte wie kalter Kakao mit Schwarztee und erstaunlicher Weise war es echt lecker. Die anderen tranken alle Kaffee.


Ich erinnerte sie nochmal daran, dass sie jederzeit in Österreich herzlich willkommen sind und versuchte ihnen mit Bildern aus dem Salzkammergut die Reise schmackhaft zu machen. Ich wurde auch nach Japan eingeladen, wo ich mit ihnen Ramen essen gehen muss. Zum Abschied gab’s noch ein Selfie, dann verschiedeten wir uns. Ich marschierte alleine zum Hotel, während die Jungs ein Taxi zurück zu Akiras Wohnung nahmen. Die anderen beiden reisen in den nächsten Tagen wieder retour nach Japan.

Im Hotel angekommen, packte ich kurz noch für den Weiterflug nach Hue um. Überpünktlich wurde ich von meinem Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Diesmal war der Fahrer sehr gesprächig, wobei er die Fragen, die er mir stellte vorab mit Google übersetzte. Die Fahrt dauerte ca. 1h.
Am Flughafen angekommen, gab ich mein Gepäck auf und marschierte durch die Sicherheitskontrolle. Dann nahm ich an meinem Gate Platz und schrieb an meinem Travelblog. Plötzlich ging ein kleines Mädchen an mir vorbei, wobei ich Blickkontakt mit ihr aufnahm. Ihre Mutter kam zu mir und redete mich an. Eine extrem feundliche Person, die mich fragte von wo ich komme und wo ich hinreise. Sie stamme aus Hue, gab mir Tipps zu meinen Reiseplänen und befreundete sich auf Facebook mit mir, damit sie mir noch Lokalempfehlungen schicken kann. Ihre Tocher ist 21 Monate alt und sie selbst arbeitet als Radiologietechnologin in Hanoi in einem Krankenhaus. Schon lustig, dass ich schon wieder wen aus einem Gesundheitsberuf treffe. Manchmal frage ich mich ja, ob ich so verloren ausschaue, dass die Menschen so freundlich sind oder ob das hier einfach normal ist.
Der Flug der eigentlich um 19:45 starten sollte, war dann eine halbe Stunde verspätet. Dafür wurde ich dann nochmal angeredet. Auf einmal stand die Dame aus der Blutspendezentrale in Kanada hinter mir. Sie waren am Weg nach Danang. Wir unterhielten uns kurz über die Halong Bay bevor sich dann jeder zu seinem Gate begab. Gegen 20:30 hob der Flieger dann endlich ab. Die kurze Flugzeit nutze ich wieder für meinen Blog.

Nach einer Stunde waren wir schon wieder im Landeanflug. Am Flughafen musste ich nur mein Gepäckstück abholen, wenige Meter weiter stand ich schon am Ausgang. Also der ist echt winzig. Dort wartete schon mein Taxi auf mich. Ich beobachtete noch 2 große Reisegruppen, die entweder Spanier oder Italiener waren, wie sie in ihre Busse einstiegen. Die sehe ich bestimmt morgen auch wieder beim Sight Seeing.


Der Fahrer brachte mich in mein Hotel, wo der Rezeptionist kein Englisch sprach und sich mit Google Übersetzer half. Er brachte mich in mein Zimmer, welches im fünften Stock lag. Natürlich mit dem Lift, noch dazu teilten wir ihn mit zwei anderen Gästen, so dass er gesteckt voll war mit der hohen Temperatur in dem Hotel war das schon gleich zu viel für mich. Ich war heilfroh als die Türen aufgangen, stecken bleiben wollte ich hier auf keinen Fall. Meine einzige Frage, die ich auf vietnamesisch mit dem Handy übersetzte, war dann, ob es auch Treppen gibt und wo sie sich befinden. Ich war heilfroh als er sie mir zeigte. Mein Zimmer lag direkt neben der Pooldachterasse, war richtig groß und das Bett mega bequem. Ich packte noch den Rucksack für morgen, wo es auf die Spuren der Könige gehen wird. Achja und seit ich am Flughafen am Gate saß, war mir etwas schwummrig, ich glaube hier hat das Meerschaukeln doch noch etwas nachgewirkt. Ich hoffe, dass beruhigt sich bis morgen wieder.








