Diese Nacht war auch wieder sehr unruhig, ich wache hier einfach immer ein paar Mal in der Nacht auf, weil ich Geräusche wahrnehme, die mir fremd sind. Aber egal, heute war der Plan die Big 5 zu vollenden. Also ging’s nach dem Frühstück, wo ich wieder mal Pancakes und Andi seine Bohnen bekam, auf zum ersten Gamedrive für heute.

Jones erklärte uns, dass es hier eigene Guides gibt, welche die Raubkatzen tracken und sogar quer Feld einfahren dürfen, um diese zu finden. Dafür bezahlt man aber nochmal extra. Wir fuhren beim Einfahren in den Park, nachdem der Registrierungsprozess abgeschlossen war, direkt hinter so einem Guide. Der uns dann auch zu einer Stelle führte, wo sich ein Löwe befinden sollte und wirklich wahr, im hohen Gras versteckte sich ein Weibchen. Es war aber aus der Entfernung leider kaum wahrzunehmen und außer ein paar Mal den Kopf zu heben machte sie keine Bewegungen, im Gegenteil obwohl ein Uganda Kob nur wenige Meter dahinter graste, rührte sie kein Ohr. Wir verweilten sicher eine Stunde dort um den Löwen aufstehen zu sehen, aber leider ohne Erfolg. Auch die zahlreichen anderen Autos, die hier hielten, hatten nicht mehr Glück. Wir versuchten wieder den Trick mit dem Fernglas, stellten es sogar so sein, dass wir nur noch mit dem Selfiestickauslöser abdrücken müssten, jedoch wollte sich der Löwe einfach nicht bewegen, also beschlossen wir weiterzufahren.




Als nächstes stoppten wir nahe einem Baum, wo auch schon andere Safariautos standen, denn in diesem versteckte sich ein Löwe von der Sonne. Die Entfernung ermöglichte es leider auch diesmal nicht ein gutes Bild zu schießen. Also bewegten wir uns weiter zu einem Salzsee.
Dort angekommen erklärte uns ein Mann, wie Salzproduktion hier funktioniert und aus der Ferne konnten wir auch noch Flamingos betrachten. Als Andenken nahmen wir uns ein Päckchen Salz mit.




Am Weg zum Boot hatten wir dann Glück. Dort wo der eine Löwe im Baum relaxte, trafen wir nun auf ein Männchen, dass gerade im Gras herumschlich. Sofort zückten wir Fernglas und Handys um gute Bilder schießen zu können. Also hatten wir es wirklich geschafft, alle der Big 5 zu sehen, einfach unglaublich.



Anschließend fuhren wir zur Ablegestelle unseres Boots. Auch hier hatten wir Glück. Normalerweise teilt man sich ein Boot mit mehreren anderen Touristen. Dadurch das Jones aber seine Kontakte spielen ließ, waren wir ohne andere Touristen am Boot, das war richtig angenehm. Das Boot war auch kleiner als das letzte am Nil, was bedeutete, dass wir näher an die Tiere ranfahren konnten.
Zuerst trafen wir auf Nilpfere, dann auf ein Nilkrokodil, dass sich in der Sonne sonnte. Nilfperde leben in Schulen, wo sich nur ein Männchen befinden kann. Eine Nilpferddame verlässt zur Geburt die Schule und kommt, wenn es sich um ein männliches Junge handelt, erst Jahre nach der Geburt wieder in die Schule zurück. Auch die Nilpferdbabys müssen sofort lernen im Wasser den Tag zu verbringen. Dies ist wichtig, um die heißen Temperaturen zu ertragen, da Nilpferde nicht schwitzen können. Auf dem Boot hatten wir einen Ranger mit, der uns wieder einige informative Dinge erklärte, vor allem wurden uns auch viele verschieden Vögel gezeigt, wobei ich nur noch den afrikanischen Fischadler in Erinnerung behalten habe. Auch ein komplett blaues Reptil konnten wir beobachten.








Die nächsten Tiergruppe, die wir entdeckten, waren neben badenden Büffeln die Elefanten. Zuerst ein Einzelnder und dann eine größere Herde mit mehreren Jungtieren. Diesen konnten wir beim Wasser trinken eine Weile zu sehen, während vor ihnen eine Nilfperdsschule im Wasser relaxte. Dieser Moment war einfach wahnsinnig schön. So vielen Elefanten so nah zu sein, hat alle meine Vorstellugnen übertroffen.









Weiter ging es auf die andere Uferseite, wo wir dann langsam unsere Rükfahrt antraten, doch zuvor fuhren wir noch ganz nah an eine weitere Elefantenherde heran, die ein Jungtier von gerade mal 2 Wochen dabei hatten. So etwas faszinierendes hatte ich bisher noch nicht gesehen.



Nach gut 2 Stunden waren wir wieder zurück, wo ich noch einen Schnappschuss von einem Vogel, einem Hammerkopf, der gerade einen Snack verspeiste, machen konnte. Während unserer Tour wurde unser Auto gewaschen und gereinigt. Mit sauberem Auto ging’s zrück in unsere Lodge. Jones stellte uns wieder frei, ob wir abends nochmal einen Gamdrive machen wollten, wobei meine Antwort natürlich ja war und wir sollten auch diesmal wieder dafür belohnt werden.


Nach dem wir unser Mittagesssen einnahmen, wobei es wieder Gemüseeintopf mit Reis oder Gemüsenudeln gab, hatten wir noch kurz Zeit bevor der abendliche Gamedrive losgehen sollte.


Wir entschieden uns kurz in den Pool zu hüpfen, um nocheinmal den Ausblick auf die Savanne genießen zu können. Für alle Fleischesser unter meinen Lesern, es gibt natürlich auch immer Fleischgerichte zur Auswahl. Ich nutzte die Zeit auch um mir die ugandischen Schillingscheine genauer anzusehen. Diese Geld gefällt mir extrem gut, denn auf jedem Schein befinden sich Tiere oder Pflanzen, die hier zu finden sind.






Gegen halb 5 fuhren wir dann los, um die andere Seite des Nationalparks unter die Lupe zu nehmen. Nach gut 10 Minuten Fahrt bemerkte Jones, dass er unsere Eintrittsberechtigung im Zimmer vergessen hatte, also gings nochmal zurück in die Lodge. Eine gute halbe Stunden später waren wir am Eintrittsgate auf der anderen Seite des Parks. Dort sah die Vegetation wieder komplett anders aus als auf der Seite davor. Hier fanden sich viel mehr Bäume, was bedeutete auf Elefanten zu treffen. Übrigens sollte man im Auto keine Ananas zurück lassen, da Elefanten diese lieben und ansonsten das Auto beschädigen würden, um an diese zu gelangen. Andi und ich nahmen unsere Plätze wieder hinten oben am Dach ein. Hauptsächlich trafen wir auf Wasserböcke, Wildschweine, oder wie wir sie immer bezeichnen “Pumbas” und Elefanten. Aber auch einen tollen Schnappschuss durch das Fernglas schafften wir von einem Schreiseeadler.











Danach verließen wir den Park. Auf dem Weg zu unserer Lodge trafen wir noch auf ein grasendes Nilpferd, das sich neben der Hauptstraße aufhielt. Anschließend querte eine große Elefantenherde noch unseren Weg. Wir sahen zu wie sie Richtung Sonnenuntergang verschwanden, einfach atemraubend.


An der Lodge angekommen, machten wir uns noch frisch, bevor es zum Abendessen ging. Dort angekommen wurde ich von einem mit Blumen geschmücktem Tisch überrascht, aber außer das Jones und Andy meinten, dass sei nicht unser Tisch, kam nicht viel von den beiden. Als Menü gab es heute eine Gemüsesuppe und danach Gemüsecurry mit Reis. Als die Nachspeise an der Reihe war, begann auf einmal das ganze Personal Happy Birthday für mich zu singen und sie brachten eine Torte für mich. Andi hatte meinen Geburtstag also doch nicht vergessen, sondern mit Jones eine Überraschung für mich vorbereitet. Er hatte nämlich den ganzen Tag noch nicht gratuliert. Ich pustete die Kerze aus und anschließend verspeisten wir einen Teil der Torte. Die Restliche ließen wir, bis auf 3 Stück für das morgige Lunchpaket, für das Personal zurück. Es handelte sich um eine Schokotorte mit reichlich Zuckerglasur, die wirklich gut war.





Dann zückte Andi zwei kleine Geschenke für mich, eines von ihm und eines von einer meiner besten Freundinnen. Er hatte es den ganzen Weg nach Afrika transportieren dürfen. Danke liebe Kathi! Das war das zweite Mal, das ich meinen Geburtstag im warmen verbrachte, das letzte warme Mal war ich in Neuseeland mit Kathi.

Doch dann kam noch eine Überraschung, der Barkeeper brachte uns zwei Mojito, wobei er die Minze extra kaufen musste, weil sie diesen normal nicht auf der Karte haben. Dieser war echt gelungen und schmeckte wirklich gut. So konnten wir den perfekten Tag noch am Pool zu zweit ausklingen lassen. All die Tiersichtungen heute waren das beste Geburtstagsgeschenk für mich.





