Die heutige Nacht verlief super, so gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Die Temperatur war angenehm im Zimmer und dadurch, dass wir schon einmal in diesem Hotel geschlafen hatten, waren mir die Geräusche der Tierwelt hier schon bekannt. Der bellende Hund schien zum Inventar des Hotels zu gehören und auch an die Vogelstimmen und Affenlaute gewöhnte ich mich schlussendlich.
Ganz entspannt starteten wir um 9:00 Uhr mit dem Frühstück in den Tag. Diesmal sogar mit tierischer Gesellschaft, der Hund des Hotels gesellte sich zu uns. Andi war noch etwas vorsichtiger mit dem Essen, aber sein Darm hatte sich zum Glück wieder erholt. Nach dem Frühstück, das wir noch einmal mit Blick auf den Pool genossen, packten wir die letzten Dinge zusammen, buchten noch eine Dünentour für Doha morgen und begaben uns gegen 10:00 Uhr nach draußen, wo Jones bereits auf uns wartete. Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, starteten wir zum botanischen Garten in Entebbe.



Dort angekommen, begrüßte uns gleich eine Gruppe von Grünmeerkatzen. Die waren überhaupt nicht menschenscheu und wir konnten ihnen ganz nahe sein.






Es führte uns dann ein lokaler Guide herum. Wir konnten viele verschiedene sehr alte Bäume betrachten. Ihre Größe und deren sichtbaren Wurzeln vermittelten uns wie alt sie sein müssten. Der Garten wurde 1898 eröffnet. Es wachsen hier viele Bäume nicht nur aus Afrika stammend, sondern auch aus Asien und Südamerika. Auch zwei unterschiedliche Bananenbaumsorten und Kaffeepflanzen konnten wir kennen lernen.









Dadurch der Garten gleich am Viktoriasee liegt, handelt es sich hier auch um ein Vogelparadies. Wir konnten unter anderem wieder einen Hammerkopf und einige Marabus beobachten. Auch einen Pool Billard Tisch entdeckten wir.





Der Guide machte seinen Job wirklich gut und erklärte uns auch immer die Verwendung der Früchte oder des Holzes, zum Beispiel zeigte er uns auch den Baum, deren Früchte die Elefanten lieben. Am meisten begeisterten mich aber die Jackfrüchte. Solche riesigen Früchte habe ich noch nie gesehen.



Sogar zwei Leguane kreuzten unseren Weg. Diese beiden waren aber so schnell, dass ich leider kein Foto machen konnte. Zurück beim Auto wartete Jones schon auf unsere Erzählungen. Ich hatte nun auch erfahren, dass es in Uganda sehr wohl auch Orangenbäume gibt, aber eher im Norden des Landes, da dort weniger Niederschlag auftritt.

Jones brachte uns zurück zum Hotel Boma, wo wir noch unser Mittagessen bekamen. Jetzt gönnte sich Andi endlich seine langersehnte Schwammerlpizza und ich erfreute mich wieder mal an einem Gemüsecurry mit extrem gutem Fladenbrot. Auch eine Schildkröte und einen Pool Billardtisch entdeckte ich im Hotelgelände.







Die Wasserflaschen hier haben übrigens alle nochmal eine extra Plastikfolie um den Verschluss herum. Wir haben die Vermutung, dass man so sicher sein kann, dass es sich um frisches Wasser handeln würde.

Dann war es leider soweit, wir traten unsere letzte Reise mit Jones zum Flughafen an. Bevor wir uns einparkten, mussten wir noch einen Securitycheck passieren, bei dem die meisten Leute aus dem Auto aussteigen müssen und zu Fuß durch einen Metalldetektor hindurch marschieren dürfen, während die Taxifahrer so vorbeifahren. Doch Jones redete mit dem Mann und uns blieb dies zum Glück erspart. Nach einer kurzen Fahrt mussten wir uns nun endgültig von Jones verabschieden. Wir luden alle Gepäckstücke auf ein Gepäckwagerl, machten ein paar Abschiedsbilder und gaben ihm noch etwas Trinkgeld. Bei mir flossen die Tränen als ich Jones umarmte und mich bei ihm nochmal für alles bedankte. Ohne ihn hätten wir nicht so viel über die Kultur, das Essen, die Vegetation und natürlich nicht zu vergessen die Tierwelt hier gelernt. Kein Buch oder Dokumentation hätte mir das auf diese Art und Weise beibringen können. Ich habe schon viele Reisen gemacht, doch diese hier zählt mit zu den Besten und war auf jeden Fall die Reise, wo ich die meisten Informationen über ein Land mitnehmen konnte. Ich traue mich zu sagen, dass wir uns nicht nur von unserem Guide verabschiedeten, sondern auch von einem neu gewonnenen Freund. Jones, noch einmal Danke für alles, es war uns eine Ehre dich als Guide zu haben.

Mit meinem verweintem Gesicht machten wir uns dann auf den Weg in den Flughafen hinein. Dort waren wir erstmal überfordert. Denn es gab hier keine ersichtlichen Check In Schalter, sondern nur einen Securitycheck, wo gleich alle Gepäckstücke inklusive Aufgabegepäck durchleuchtet wurden und wir durch einen Metalldetektor hindurch mussten. Deshalb fragten wir mal nach, ob wir hier eh richtig sind. Der Mann meinte, ja einfach da durch und dahinter findet dann der Check In statt. Wir waren gespannt, wie wir da mit unserem Giraffenturm durchkommen würden. Aber außer das Andis Rucksack nochmal geöffnet werden musste und die beiden in Zeitung verpackten Gorillas noch einmal durch die Durchleuchtung mussten, verlief es hier mal problemlos.

Dann gingen wir zu einer Dame, die uns fragte, warum wir in Uganda waren und was wir in Doha vorhaben. Nach Beantwortung der Fragen bekamen wir einen Zettel mit einem Stempel und durften nun endlich zum eigentlichen Check In weiter gehen. Bevor wir unser Gepäck aufgaben, verpackten wir unsere Rucksäcke wieder in dem Regenschutz. Der Mann beim Check In war sehr freundlich und machte sogar Scherze über Andis Giraffe. Er meinte sie solle in Uganda bleiben und wir meinten, sie hätten ja genug. Dann verpasste er dem Rucksack mit der Giraffe ein Band, was bedeutete, dass diese Handgepäck gecheckt wurde und okay geht. Na das war ja mal einfach gegangen, in der USA hätten wir sicher den Kopf der Giraffe abschneiden müssen.

Vom Aufgabegepäck erleichtert, marschierten wir zum nächsten Stopp. Bei der Ausreisekontrolle wurde Reisepass gecheckt, ein Foto gemacht und alle Fingerabdrücke genommen. Dann durchliefen wir nochmal einen Securitycheck, so wie wir das von zu Hause kennen. Diesmal mussten wir keinen Rucksack öffnen. Nun hatten wir es geschafft und machten uns auf die Suche nach unserem Gate, was sich als nicht allzu schwierig herausstellte, da es insgesamt nur vier Gates gab. Aber Anzeigetafel gibt es hier kaum, man muss sich da durchfragen und auf die Durchsagen warten. Gut 2h vor Abflug nahmen wir bei unserem Gate ein paar Sitzplätze ein und begannen zu warten.
Dies war der Moment als ich meine AirPods fürs Handy suchte, jedoch konnte ich sie leider nicht finden. Da schoss mir, dass ich diese im Hotelzimmer im Bett zurück gelassen hatte. Wir sahen dann auch in der App, dass sie sich noch dort befinden würden. Andi zögerte nicht lange und rief Jones an, dessen Nummer ich mir zum Glück notiert hatte. Er versuchte sofort das Hotel zu erreichen, die meinten jedoch, dass nichts gefunden worden wäre. Nach einer guten Stunde hin und her tauchten sie dann doch in unserem Hotelzimmer auf. Jones meinte, dass sie meine AirPods anderen europäischen Gästen mitgeben würden, die in den nächsten Tagen heimfliegen würden. Diese sollten sie dann auf der Post aufgeben. Ich bin ja gespannt, wie das funktionieren wird, aber wie immer waren die Menschen hier äußerst freundlich und zuvorkommend.
Pünktlich begaben wir uns in den Flieger. Die Airline war wieder Quatar Airlines jedoch wurde der Flug von Oman Airline durchgeführt. Der Flieger war etwas veraltet und als wir dann auch noch eine halbe Stunde später starteten aufgrund technischer Probleme, wurde mir etwas anders, bei unserem Flugglück bisher nicht so abwegig. Wir saßen in einer Reihe aus zwei Plätzen bestehend, so konnte ich am Fenster sitzen und Andi am Gang, eine Win Win Situation für uns beide. Das Entertainment Programm funktionierte zu Beginn auch nicht, was mir aber egal war, denn ich schrieb fleißig an einem Blogbeitrag und sortierte Bilder aus.



Nach dem Essen, wobei es heute als vegetarische Option Gemüsenudeln gab, funktionierte das Programm wieder und wir schauten uns auf Jones Rat hin, Moana an. Er hatte meine Kette aus Neuseeland gesehen und mich deshalb auf diesen Film aufmerksam gemacht.


Dann war es auch schon Zeit für die Landung. Doha bei Nacht von oben stellt einen wirklich beeindruckend Anblick dar. Nachdem wir aus dem Flieger ausgestiegen waren, wurden wir von Bussen ins Innere des Flughafens transportiert. Dies dauerte über 10 Minuten, man kann sich vorstellen wie groß der Flughafen ist. Am Flughafen angekommen mussten wir zuerst durch den Visumcheck hindurch, was einiges an Zeit in Anspruch nahm. Das Einreisevisum erhielten wir ohne Probleme. Danach durchliefen wir mit dem Handgepäck erneut einen Securitycheck, wo Andi wieder seinen Rucksack aufmachen musste und einen von seinen Souvenirgorillas auspackten sollte. Schön langsam wird es etwas zach mit den ganzen Securitychecks hier. Dann durften wir passieren. Der Vorteil der längeren Wartezeit war, dass unser Gepäck schon auf uns wartete. Nachdem wir alles auf ein Gepäckwagerl geladen hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Ausgang.


Ich versuchte vergeblich über Uber einen Transport zu organisieren, aber irgendwie klappte das nicht. Auch ein erneutes Herunterladen der App half nicht. Deshalb nahmen wir ein Taxi zum Hotel. Die Fahrt dauerte nicht lange und um Mitternacht waren wir schlussendlich beim Hotel angekommen. Dort wurde sofort ein Gepäckwagen zum Auto gebracht und alle unserer Gepäckstücke von Angestellten des Hotels hineingebracht. Auch hier durchliefen wir beim Eintreten des Hotels einen Metalldetektor. Während des Check Ins meinte Andi, er würde die Willkommenssmoothies vermissen, die waren schon wirklich toll und immer lecker. Nach dem Check In bezogen wir das Zimmer. Unser Gepäck wurde dann kurz später mit dem Gepäckwagen nachgeliefert. Wir kamen uns schon wieder wie Adelige vor. Das Hotel hier war aber eines der Günstigsten, die Abläufe scheinen hier einfach anders zu sein.




Unser Zimmer lag zum Glück nur im vierten Stock von 15, somit musste ich keine allzu langen Liftfahrten ertragen. Ich habe es nämlich schon dreimal geschafft im Lift stecken zu bleiben. Das Zimmer war sehr groß und geräumig. Gegen 2:00 Uhr fielen wir dann erschöpft ins Bett.




