Die Nacht war sehr angenehm, obwohl ich nach 5 Stunden schon wieder hellwach war, fühlte ich mich erholt. Während Andi noch schlief, nützte ich die Zeit, um bei meinen Blogbeiträgen voran zu kommen und Fotos auszusortieren. Gute drei Stunden später weckte ich ihn doch auf, sonst würde er noch den ganzen Tag verschlafen. Wir starteten dann mit einem Spaziergang zum Hafen von Doha. Im Aufzug trafen wir noch auf einen Deutschen, der sich gerade nach seinem Urlaub auf Bali am Heimweg befand.


Es war hier sehr windig und zum Glück nicht so warm wie wir befürchtet hatten. Doha ist eine sehr saubere Stadt, nur die Fußgängerampeln brauchten teilweise echt ewig bis sie auf grün umschalteten. Wahrscheinlich fahren deshalb so viele Autos herum. Wir sahen allgemein wenige Menschen sich zu Fuß fortzubewegen.
Nachdem wir ein paar Fotos von einer Muschelskulptur und der Skyline gemacht hatten, gingen wir auf die Suche nach einem Restaurant. Dabei trafen wir noch auf eine ganz entspannt schlafende Katze mitten im Gebüsch. Wir entschieden uns heute beim Essen für Pizza und Pommes.







Anschließend marschierten wir wieder zurück ins Hotel, wo wir kurz unsere Sachen umpackten und sich Andi einen Powernap gönnte, für mich unvorstellbar, wie man so viel schlafen kann. Dann war es auch schon Zeit für unsere Nachmittagstour, denn wir wollten natürlich auch die Wüste sehen.

Wir wurden von einem neuen Toyota Land Cruiser abgeholt und fuhren zirka 40 Minuten zu unserem ersten Stopp, wo wir eigentlich mit Quads im Sand herum gefahren wären. Da es aber auch die Option auf ein Upgrade zu einem Sandbuggy gab, wählte Andi dies natürlich. Denn damit durfte man auch in die Dünen bergab und -auf herum cruisen. Mir war das anfangs nicht ganz geheuer, aber es machte schlussendlich doch Spaß. Andi übernahm zu Beginn das Steuer, ich nahm daneben Platz und so folgten wir unserem Guide hinterher. Auf einer Anhöhe hielten wir an und unser Guide schoss einige Bilder von uns. Er band uns sogar den typischen Kopfturban für hier. Ich fand diesen sogar richtig angenehm zu tragen.






Dann ging’s weiter auf die andere Seite der Dünen, wo wir teilweise auch richtig steil bergab fuhren, da fühlte ich mich auf der Beifahrerseite überhaupt nicht wohl. Schlussendlich wechselten wir noch die Fahrerposition. Ab diesem Zeitpunkt genoss auch ich diese Tour. Es machte doch richtig Spaß mit so einem Buggy in den Dünen herumzufetzen. Ich durfte dann sogar noch das längste Stück bergab übernehmen, da hatte ich schon etwas Respekt davor, aber gut das ich hinterm Lenkrad saß. Nach einer guten halben Stunde waren wir wieder zurück und fuhren mit unserem Guide zum nächsten Halt weiter.


Dort war ein kurzer Kameltritt angesagt. Zuerst bekamen wir noch einen Tee und dann hieß es aufsteigen. Ein Guide spazierte mit unseren beiden Kamelen mit uns etwas in die Wüste, machte Fotos und wanderte danach wieder zurück. Am spannendsten war eigentlich das Hinknien des Kamels am Ende, weil meines nicht recht wollte. Ich fand den Ablauf aber allgemein dort komisch und bin mir nicht sicher, ob die Tiere hier so gut behandelt werden.




Weiter ging’s über die Dünen mit unserem Land Cruiser, wobei unser Guide schon ganz schön Gas gab. Nächster Halt war dann auf einer Anhöhe mit Blick auf das Meer und die untergehende Sonne. Nicht zu vergessen, es fuhren dort auch einige anderer Strandbuggys herum, die ordentlich Spaß zu haben schienen. Unser Guide erklärte uns, dass das alles Einheimische seien, die das als ihr Hobby ausüben würden. Er selber hätte auch drei von diesen Fahrzeugen. Ich erfuhr auch, dass er selbst die Firma leitete, bei der wir gebucht hatten. Vor gut 4 Jahren hat er das Business gestartet und mittlerweile hat er schon 19 Angestellte. Heute waren aber alle selber auf Tour, so dass wir das Privileg hatten mit ihm selbst auf Tour zu gehen. Während ich mich mit ihm unterhielt, beobachtete Andi die ganzen Fahrzeuge um ihn herum.








Nachdem die Sonne untergegangen war, fuhren wir zu unserem letzten Stopp, wo wir das Sandbording testeten. Zuerst jeder sitzend, danach stehend. Andi machte eindeutig eine bessere Figur als ich. Ich sollte einfach bei den Skiern bleiben. Am Ende waren wir überall voll mit Sand. Dann hieß es zurück zu unserem Hotel. Bevor wir die Wüste verließen, fuhren wir durch so eine Art Tankstelle durch, wo die Reifen wieder auf den richtigen Druck für die asphaltierten Straßen aufgepumpt wurden, sowie das Auto auch so gut es ging vom Sand abgeblasen wurde.




Im Hotel angekommen, befreiten wir uns von den Sandklamotten und duschten den restlichen Sand ab. Danach ging es auf zum Abendessen zum nächst gelegenen Inder. Auf jeder Reise versuchen wir einmal in ein indisches Restaurant zu gehen. Das Essen dort war wirklich extrem gut, nur etwas zu scharf für meinen Geschmack.


Anschließend gingen wir wieder zurück ins Hotel, wo wir den restlichen Abend mit Packen, Blog schreiben und Fotos sortieren verbrachten.





