✈️ traveleule logo
📍 Currently at home 🇦🇹
IMG_3613

Tag 4 – Am Weg zu den Schimpansen

Auch diese Nacht verlief nicht viel besser, aber wir hatten ja entlang der Fahrt heute noch Zeit uns auszurasten. Zum Frühstück gab’s wieder Buffet, wobei man hier immer am selben Tisch sitzt und derselbe Kellner für den ganzen Aufenthalt für einen zuständig ist. Unserer war sehr nett und brachte uns die Lunch Boxen, die wir für unterwegs mit bekamen, sogar zum Auto nach, da wir sie vergessen hätten. Hier läuft das nämlich so, das pro Nacht drei Mahlzeiten inkludiert sind. Wenn am Anreisetag kein Lunch eingenommen wird, bekommt man am Abreisetag ein Lunchpaket oder kann zum Mittagessen in die Lodge kommen. Die Box bestand aus einem gekochten Ei, einem Sandwich, einer Saftpackung, einem kleinem Muffin und ein paar gebratenen Kartoffeln vom Frühstück.

Auf unserem Weg trafen wir wieder auf grüne Paviane und konnten auf den Straßen wieder interessante Fahrobjekte begutachten. Ein Moped transportierte Bananen und darauf war ein lebendiges Huhn geschnallt.

Nach rund zwei Stunden Fahrt hielten wir für eine Tee- bzw. Kaffeepause an einem Restaurant an.

Als nächstes hielt Jones an einer Schwarzteeplantage. Hier werden nur die jüngsten Blätter händisch geerntet, getrocknet und dann zu Tee weiterverarbeitet.

Nächster Halt war dann die Lunchpause, wobei Jones scheinbar warmen Lunch bevorzugte und wir deshalb an einem Restaurant in Fort Portal hielten. Hier gab es wieder ein Buffet mit reichlich Auswahl an vegetarischen Gerichten. Jones zeigte uns danach den Palast hier.

Am Weg zu unserer heutigen Lodge konnte ich noch viele Bananenpflanzen und auch die ersten Kaffeepflanzen entdecken. Andi verschlief den Großteil der Fahrt. Wir sahen auch wie die Menschen hier teilweise in nur ganz einfachen Häusern leben. Viele von ihnen befanden sich heute wieder auf den Straßen in ganz bunten Kleidern. Jones meinte, dass sich diese am Heimweg der Kirche von der Silvesternacht befinden würden. Was mich fasziniert, die Menschen hier wirken großteils sehr glücklich, obwohl sie in ganz einfachen Verhältnissen leben und teilweise wahrscheinlich ums überleben kämpfen. Da kommen einem die eigenen Herausforderungen gleich ganz klein vor.

An der Lodge angekommen wurden wir wieder mit einem Willkommenstrink, dabei handelte es sich um einen Smoothie aus Ananas, Wassermelone und Papaya, begrüßt. Jones hatte uns schon vorgewarnt, dass die Menschen hier sehr langsam sprechen würden und das traf dann auch ein. Man glaubt sie sind schon fertig, aber dann kommt wieder was, ganz witzig wenn einem das Abendmenü zur Auswahl vorgelesen wird. Danach brachten drei Frauen unser Gepäck in unser Zimmer, eigenartig ist das für mich schon, aber wie sich erst Andi vorkommen muss. Naja wir lassen es uns halt gut gehen. Das Zimmer war ein Traum, groß und hell. Wir räumten die wichtigsten Dinge aus und relaxten dann bis zum Abendessen, was so viel heißt wie Fotos der letzten Tage auszusortieren. Kurz vor halb 8, hätten uns die Damen sogar abgeholt um uns zum Abendessen in der Dunkelheit zu begleiten, wobei ich meinte, wir finden eh alleine hoch und der Weg war auch wirklich gut beleuchtet.

Zum Abendessen gab es diesmal ein Menü, Gemüsesuppe, Gemüsecurry mit Reis und Fladenbrot und zur Nachspeise Obst. Das Essen entsprach genau meinem Geschmack, allgemein finde ich die afrikanische Küche super.

Zum Abend Ausklang setzten wir uns dann noch ans Lagerfeuer mit Jones, wo wir wieder Kulturaustausch betrieben. Er erzählte uns, dass in Uganda über 40 verschiedene Sprachen gesprochen werden und deshalb in der Schule alles auf Englisch unterrichtet wird. Diese Anzahl an Sprachen kommt daher, dass es in Uganda so viele verschiedene Stämme gibt und jeder seine eigene Sprache spricht. Jones spricht 6 dieser Sprachen und sein Englisch ist auch sehr gut, obwohl für uns seine Aussprache etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich meinte dann, wie er wisse, wenn er mit jemandem ein Gespräch startet, welche Sprache er dann wählt. Daraufhin erklärte er uns, dass man schon anhand des Aussehens zuordnen könne von welchem Stamm die Person stammt, vor allem Hautton, Frisur und Gesichtszüge würden hier eine Rolle spielen.

Er lernte uns auch drei Wörter in seiner Sprache: “kale, kale” = “okay, okay”. “Sula Bulungi”= “Gute Nacht”. “Muzungu” = “sind wir weißen Menschen.”

Gegen 22:00 Uhr gings dann Richtung Bett, da morgen ein großer Tag bevor stand und zwar das Schimpansen Trekking.

Schreib den ersten Kommentar

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Sei LIVE beim Abenteuer dabei!
IMG_6803

Tag 13 – Heimreise

Der Wecker klingelte um 4:45 Uhr. Heute war es soweit, es ging wieder zurück ins kalte Österreich. Nachdem wir alles verstaut hatten, verließen wir gegen 05:30 Uhr das Hotel. Ich versuchte wieder über Uber einen…

IMG_6701

Tag 12 – 24h in Doha

Die Nacht war sehr angenehm, obwohl ich nach 5 Stunden schon wieder hellwach war, fühlte ich mich erholt. Während Andi noch schlief, nützte ich die Zeit, um bei meinen Blogbeiträgen voran zu kommen und Fotos…

IMG_9244

Tag 11 – Weiterreise nach Doha

Die heutige Nacht verlief super, so gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Die Temperatur war angenehm im Zimmer und dadurch, dass wir schon einmal in diesem Hotel geschlafen hatten, waren mir die Geräusche der…