Die Nacht heute war für mich eine Katastrophe, so schlecht habe ich schon lange nicht geschlafen, wenn man das überhaupt als Schlaf bezeichnen kann. Zum Glück bin ich trotz Schlafmangel gut gelaunt. Heute Morgen waren die Gebetsrufe, die in ganz Istanbul zu hören sind, gefühlt viel lauter und länger, die haben zu meiner unruhigen Nacht nicht gerade positiv beigetragen. Nach dem Frühstück packten wir unser Gepäck zusammen und marschierten zu einer Moschee, die Martina noch besichtigen wollte.

Am Weg dorthin trafen wir auf eine Filmcrew und stellten fest, dass gerade ein Halbmarathon durch unseren Stadtteil stattfindet. Deshalb war die Hauptstraße abgesperrt, was unsere Anreise zum Flughafen wahrscheinlich etwas verzögern würde. Ein letztes Mal verschleierten wir unsere Haare, zogen unsere Schuhe aus und betraten in Socken die Moschee. Diese war nicht so stark besucht, aber nicht weniger beeindruckend als die blaue Moschee. Die bemalten Fliesen lösten in uns allen Bewunderung aus.







Danach schlenderten wir noch einmal über den Gewürzbasar und stoppten bei einem Bäcker, um uns noch mit ein paar Leckereien für Familie und Freunde einzudecken.





Im Hotel angekommen, ging der Rezeptionist auf uns zu und meinte, es wäre besser vielleicht doch etwas früher zum Flughafen zu reisen aufgrund der Straßensperrung, was wir natürlich befürworteten. Er gab uns auch einen Discount Gutschein für die nächste Buchung. Allgemein muss man sagen, dass die türkische Bevölkerung einen sehr offenen, angenehmen und freundlichen Eindruck bei uns hinterlassen hat.
Wir hatten noch 45min bis zur Abfahrt, die wir in unserem Zimmer verbrachten, das seit heute leider komplett verraucht roch. Um halb 11 bekamen wir dann den Anruf von der Rezeption, dass unser Taxi in 15min bereit stehen würde. Wir wurden von einem schwarzen Minivan abgeholt. Die Fahrt zum Flughafen war, aufgrund der vielen Nebenstraßen, ganz schön holprig, aber nach einer guten Stunde waren wir am Flughafen angekommen.


Nachdem wir unser Gepäck eingecheckt hatten, gönnten wir uns noch ein Mittagessen, wobei mir abermals feststellten, dass das Essen hier nicht heiß, sondern maximal lauwarm serviert wird. Anschließend bewegten wir uns Richtung Gate, wo es dann hieß, “20min Verspätung, da noch ein Reifen gewechselt werden müsste”. Das hatte ich bisher auch noch nie. Per Bus wurden wir dann schlussendlich zum Flieger gebracht.

Der Flug verlief komplikationslos und wie beim Hinflug nutze ich die Zeit um Fotos auszumisten, Kathi K. schenkte ihre Aufmerksamkeit einem Buch und die beide anderen verschliefen die Heimreise wieder.



In Wien angekommen, ging es wie immer zackig, keine 30 Minuten später standen wir schon mit unserem Gepäck und Getränkenachschub an der Mazurparkplatzhaltestelle. Vom Mazurparkplatz chauffierte ich uns dann mit Quaxie ohne Probleme nach Hause.
Resümee: Für eine Millionenmetropole fand ich Istanbul wirklich ganz okay und vor allem auch interessant eine ganz andere Kultur kennen zu lernen. Meine Dreamdestination war es nicht und wird es aufgrund der Menschenmassen wohl auch nie werden. Doch bei dieser Reise ging es für mich in erster Linie darum gemeinsame Zeit mit meinen Mädels zu verbringen. Wir hatten definitiv viel Spaß und haben wieder tolle Erinnerungen geschaffen. Ich freue mich schon auf die nächste Reise mit euch 2026, mal schauen wo es uns hin verschlägt.




