Heute hieß es für mich etwas früher Tagwache als für die anderen, da ich meinen gestrigen Blogbeitrag noch fertig bekommen wollte. Gegen halb 8 ging’s zum Frühstück, wobei der Raum heute noch kälter als gestern war, da die Fenster komplett offen standen. Nächster Tagesordnungspunkt war der Fußmarsch zur Basilika Zisterna, einem unterirdischen Palast, wo der komplette Boden mit Wasser bedeckt war.




Diese versetzte uns mit den unterschiedlichen Beleuchtungsfarben sogleich ins Staunen. Beeindruckend wie etwas Wasser und Licht ein Gebäude so in Szene setzen können. Aber sogar früh morgens waren schon genug Leute hier, so dass wir relativ zügig hindurch marschierten.





Anschließend schlenderte wir zurück Richtung Hotel, da sich Martina über Mittag nochmal eine Pause gönnen wollte, um sich nicht gleich wieder zu überanstrengen. Ihr ging es zwar schon besser als gestern, aber ganz 100% fit war sie leider noch nicht. Am Rückweg gönnten wir uns ein Eis aus den silbernen Zauberbehältern, wo ich bis jetzt immer nur gute Erfahrungen damit gemacht hatte. Diesmal wurde ich aber leider etwas enttäuscht, da es meinen Geschmack nicht wirklich traf. Für Martina gabs dann noch einen Kaffee, wobei die Verkäuferin Schwierigkeiten hatte ihren Namen zu verstehen und korrekt auf den Becher zu schreiben, aus Metl wurde Mitl.



Dann wollte man uns noch türkischen Honig, mit dem Verkausargument, er hätte 0 Kalorien, andrehen, was jedoch nicht ganz gelang. Auch bemalte Riesenkartoffeln konnten wir am Rückweg bestaunen. Ein kurzer Stopp am Bahnhof musste noch sein, damit Martina das Zugtreiben kurz betrachten konnte.



Nachdem wir Metl im Hotel abgesetzt hatten, machte sich der Rest auf zur Bushaltestation, wo wir Richtung Ferner fahren wollten. Es fuhren sehr viele Busse an der Haltestelle vorbei, einige hielten auch, aber keiner wies die für uns notwendige Kennzeichnung auf, so dass wir auf ein anderes Verkehrsmittel umswitschten und in die nächste Bim einstiegen. Diese brachte uns problemlos in das gewünschte Stadtviertel. Dort schlenderten wir ein wenig herum und genossen Tee unter einem Heizschwammerl bis plötzlich endlich die Sonne herauskam und sich der blaue Himmel zeigte. Gesellschaft hatten wir bei unserer Trinkpause natürlich auch wieder, diesmal eine Katze am Nachbartisch, die sehr viel Ähnlichkeit mit einer ehemaligen Katze von uns zu Hause hatte.





Unter Sonnenstrahlen spazierten wir dann weiter durch das Viertel, wo wir nicht nur eine wahnsinnig schöne Pfauenmalerei an einer Wand betrachteten konnten, sondern auch einen lebendigen Katzenkratzbaum antrafen. Die bunten Häuser in den doch engeren Gassen, stellten das Highlight dieses Viertels da. Gegen 14:30 machten wir uns wieder auf zur Bim, um zurück zum Hotel zu gelangen.






Dort trafen wir auf eine ausgeruhte Martina, die sich mit uns so gleich auf den Weg zum Gewürzbasar machte. Wenn man Menschenmassen nicht sonderlich mag, ist das vielleicht nicht der optimalste Ort, um sich aufzuhalten, aber ich habs trotzdem geschafft. Die kleinen Läden dort sind eigentlich alle relativ ähnlich aufgebaut, überall stehen meist Männer davor, die einen in den jeweiligen Laden „reinfangen“ sollen und in den meisten gibt es dann ohnehin ähnliche Dinge zu kaufen. Wir shoppten ein paar Gewürze, bekamen eine Teekostprobe, hielten uns aber nicht allzu lange auf, da das ganze Treiben dort überhaupt nicht unser Fall war.









Anschließend fuhren wir mit der Bim Richtung Hagia Sophia, da Metl dort in der Nähe ein türkisches Restaurant heraus gesucht hatte. Am Weg von der Bimhaltestelle zum Restaurant kamen wir an der blauen Moschee und der Hagia Sophia vorbei, die wir heute unter blauem Himmel betrachten konnten. Side Fact: Sonnenschein und Wochenende hat die Menschenmassen heute mindestens verdoppelt, gut dass wir gestern schon die beiden Gebäude besichtigt hatten.



Das Lokal, das Martina gewählt hatte, war wirklich toll, das Personal extrem freundlich, das Essen lecker und im Hintergrund gabs auch noch Livemusik. Wir kosteten uns durch einige typische vegetarische Speisen durch, Pide, Testi Kebap und Lahmacun. Pide würde ich als Art Pizzaschiffchen beschreiben, Lahmacun als Fladen mit vegetarischem Chutney drauf und beim Testi Kebap handelte es sich um ein Gemüse, welches in einem kleinen Tonofen gekocht und anschließend von einem Kellner mit Hilfe einer Showeinlage geliefert. Als Küchengruß gabs zu Beginn ein Brot mit zwei verschiedenen Aufstrichen und als Nachspeise bekamen wir zwei Runden Tee und Baklava aufs Haus. Den Großteil des Baklava mussten wir aber zurück lassen, da wir es nicht mehr runterbekamen.




Kathi R. schloss Freundschaft mit dem Kellner, der während ich die Googlebewertung schrieb, ihr eine Tulpe aus einer Serviette bastelte. Anschließend bekamen wir einen riesigen Lachkrampf, da mir Kathi K. das eher unvorteilhaftere Bild von uns für die Googlebwertung geschickt hatte und ich natürlich nicht genau hingesehen, sondern sofort gepostet hatte. Da haben jetzt wohl mehr Leute was zu lachen.


Nachdem wir bezahlt hatten, ging’s die Treppen hoch, um auf der Dachterasse noch den Ausblick auf die blaue Moschee zu genießen.

Am Rückweg zum Hotel wurde der Wasservorrat nachgekauft und Martina traf auf ihren Teppichverkäufer von gestern, der sich noch ganz genau an sie erinnern konnte und ihr von der Weite auf der Straße hinterher rief.
Zum Abschluss des Tages ging’s dann in eine ganz noble Bar, wo ich mir komplett underdressd vorkam, aber das Personal dort war extrem freundlich. Wir hatten Glück, denn normalerweise bekommt man hier ohne Reservierung keinen Tisch, doch wir konnten für eine Stunde an der Bar Platz nehmen. Wir genossen unsere Getränke und beobachteten das Treiben der vielen Social Media Darsteller.







Dann ging’s zurück ins Hotel, wo die Mädls gegen 22:00 ins Bett fielen und ich mich an Insta und meinen Travelblog setzte. Heute im Background mit Metls Schnarchgeräuschen, die Kathi R. super zum Einschlafen fand, da sie meinte, ist wie zu Hause, wenn Patrick da wäre. Morgen heißts dann Schiff ahoi, mal schauen wie Kathi K. mit dem Seegang zurecht kommt.




