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Tag 2 – Klippenspektakel

Auch diese Nacht war nicht wirklich erholsam, aber wenn ich im Reisefieber bin, funktioniert mein Körper ohnehin auf Hochtouren, weil ich mache, was ich liebe. Das Bett hier war so hoch, dass es für mich Zwergin ein halber Sprung zum Boden war. Um 6 Uhr packte ich mich zusammen und verließ das Hotel. Auch heute weigerte ich mich in den Parkhauslift zu steigen und quälte mich stattdessen vollgepackt die Treppen hoch. Während der Fahrt zu den Cliffs of Moher hielt ich an einer typisch irisch aussehenden Kirche, beschloss dann aber doch nicht reinzugehen.

Die Fahrt war aufgrund der frühen Uhrzeit sehr angenehm. Auf den engen Straßen mit den dicht bewachsenen Gebüschen an den Straßenrändern ist das immer eine kleine Herausforderung, vor allem, wenn LKWS, Traktoren und Busse entgegen kommen. Denn nur weil die Straßen eng sind, fahren die Iren teilweise trotzdem ihre 80-100km/h. Bei uns wäre da fix eine 50-70 Beschränkung. Aber so macht es eh mehr Spaß. Nur mit dem Spurhalteassistenten von Molly werde ich noch verrückt, nach jedem Neustart kann man den neu ausschalten, überkorrekt diese deutschen Autos. Da vermisse ich meinen Quaxie schon etwas. Dafür lernt man auch mit der linken Hand alles zu bedienen während der Fahrt, das stellt eindeutig mehr Herausforderung dar, als das Schalten.

Kurz vor acht war ich bei den Cliffs of Moher, wo ich sogar ohne mein Ticket auf den Parkpkatz kam. Also kleiner Tipp früh dort sein, dann spart man sich vielleicht sogar ein Ticket. Nächster Tipp online ist das Ticket um fast die Hälfte günstiger. Das Wetter hatte leider etwas umgeschlagen, es war ziemlich zugezogen und etwas windig, aber trotzdem sehr angenehm von der Temperatur her, zumindest für mich Nordlandmenschen. Der größte Vorteil von der frühen Uhrzeit war, die Ausblicke fast menschenleer zu genießen. Ich wanderte etwas herum, jedoch ist momentan leider der Großteil der Wege gesperrt, da zu viele Selbstmorde/Unfälle in den letzten Jahren passierten. Nachdem ich mein Frühstück direkt an den Klippen genossen hatte, beobachtet ich noch etwa das Treiben der eintreffenden Menschenmassen bevor ich beschloss mich weiter in den Süden zu verziehen. Bin eigentlich kein Freund von den Tourispots in Irland, sondern suche lieber die Ruhe in der Natur.


Gut 1,5h später war ich dann am Loop Head angelangt, wo ich mich entschloss nicht das Lighthouse zu betrachten, sondern herum zu wandern und die Aussicht auf die Klippen zu genießen. Diese waren einfach nur atemberaubend schön. Der Anblick hat mich bei diesem Wetter noch dazu einfach umgehauen. Ich nahm mir sogar die Zeit kurz zu lesen und ein paar Snacks bei der wunderschönen Aussicht zu genießen. Am Weg retour traf ich dann noch auf einen netten Schriftzug am Boden, danke ans Universum für die kleinen Zeichen im Leben.


Mit Molly gings dann weiter nach Kerry, für 258km 4h Fahrt, da weißt du, du bist in Irlands Pampa unterwegs. Einen kurzen Einkaufsstopp legte ich noch ein, da ich so Gusta auf einen Scone hatte, den ich dann bei einem Fleischer kaufte, der auch Torten im Angebot hatte. Bin schon gespannt wie der schmeckt.

Die weitere Fahrt war angenehm und gegen 19:00 erreichte ich mein B&B am Beginn des Ring of Kerrys in Kells. Die letzte Anfahrtsstrecke war dann echt schon etwas abenteuerlich, wenn die Straßen komplett eng werden, habe ich immer die Hoffnung das kein Gegenverkehr auftaucht. Die Besitzerin des B&Bs war Victoria, welche ursprünglich aus der Ukraine stammt, nun aber schon 20 Jahre in Irland lebt. Sie schrieb mir sogleich einen Zettel mit all den Dingen, die ich am Ring of Kerry anschauen sollte, wo ich das beste Eis und den besten Kuchen bekomme und fragte mich nach meinen Frühstückswünschen. Normalerweise bietet sie nur Kindern Scrambled eggs zum Frühstück an, Erwachsene würden nur boiled eggs bekommen, aber bei mir machte sie eine Ausnahme, weil sie mich mochte und ich für sie wie ein Kind sei, ihre Kinder wären auch in meinem Alter. Bei der Frühstückszeit ließ sie mich auch wählen, ob ich die Gesellschaft der anderen Gäste um 8:00 Uhr haben wolle, wobei ich mich dagegen entschied, da ich mich lieber früher auf den Weg machen wollte. Nachdem sie mir alles erklärt hatte, suchte ich meinen Bikini heraus, denn nur 10min zu Fuß entfernt, gab es noch einen Strand zu erkunden. Dort angekommen zögerte ich zuerst komplett in den Atlantik zu hüpfen, da er sich doch sehr frisch anfühlte, aber wie oft bekommt man in Irland die Chance um 8 Uhr abends bei Sonnenschein und zumindest angenehmen Außentemperaturen zu schwimmen. Also machte ich kurzen Prozess und ging zumindest für 1min hinein. Danach suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen, um in der Sonne zu trocknen und meinen Scone, auf den ich mich schon echt freute, zu verspeisen. Er war erstaunlicherweise echt lecker.

Bis zum Sonnenuntergang habe ich aber nicht durchgehalten, da es doch etwas frisch wurde. Im B&B freute ich mich über eine warme Dusche und konnte dann auch das Ausmaß meines Sonnenbrandes betrachten. Dieser Wind ist echt gemein, da bekommt man die Intensität der Sonne gar nicht so mit. Übrigens roch es hier typisch irisch, ich glaube das ist der Geruch des verbrannten Torfs, den ich einfach mit irischen Häusern verbinde. Ich kümmerte mich noch um die Sortierung meiner Fotos und fiel anschließend ins Bett.

6 Kommentare

Ingrid
Hallihallo. Wie ich sehen, ist Irland immer wieder eine Reise wert!!!🍀 Danke, dass ich auch dieses Mal wieder dabei sein darf. 🤗
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Ja definitiv und es gibt immer was neues zu entdecken ☺️🍀
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Jaaa es is einfach traumhaft und angenehme Temperaturen ☺️
Renate
Ich muss da auch unbedingt wieder hin😅 – zu meinen Ir(r)en😍 Schöne Weiterreise!
Monika
Echt tolle irische Einblicke, bei dem Wetter wäre Irland sogar eine Option für mich😉🤣 Danke fürs mitnehmen 👍
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Sehr gerne ☺️

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