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Tag 1 – Galway Girl

Es war höchste Zeit mir nicht nur eine Arbeitspause zu gönnen, sondern auch etwas Abstand von all den Ereignissen der letzten Jahre zu nehmen. Da kam mir mein geplanter Solotrip nach Irland gerade richtig. Diese magische Insel darf in den nächsten 10 Tagen meine mentalen, sozialen und körperlichen Akkus wieder auffüllen, mal schauen, ob mich Irland zum fünften Mal verzaubert.

Die Anreise zum Flughafen begann um 7:00, wo ich meinen Papa von zu Hause mit Quaxie abholte. Mama wäre auch gern mitgekommen, konnte jedoch leider nicht, da gerade die Bestrahlung begonnen hatte, aber bald ist das hoffentlich auch Geschichte. Am Flughafen übergab ich Quaxie an Papa und machte meinen Weg zur Gepäckabgabe. Ich war mal wieder überpünktlich, sodass die Anzeige für Air Lingus noch gar nicht freigeschalten war. So kam ich dafür mit einer netten Dame aus Washington ins Gespräch, die gerade auf einem Philosphie-Kongress in Wien war und nun über Dublin heimflog. Der Check In klappte problemlos und auch durch den Securtiy Check war ich schnell durch. Dann hieß es Traditionen folgen, ein Smoothie, ein Bananabread zum Mitnehmen und zur Abwechslung auch noch zum Frühstück eine Mangobowl. Voll gepackt machte ich mich auf den Weg zum Gate, wo ich letzte verspeisen wollte, dabei hatte ich nicht ganz bedacht, dass ich noch durch die Passkontrolle muss. Alle Hände voll muss ich ziemlich hilflos ausgesehen haben, da mir ein netter Mann sofort anbot den Pass aufzulegen. Danach suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen bei den Gates zum Frühstücken.

Etwas versptätet startete dann das Boarding. Per Bus ging es zum Flieger, wo ich beim Einsteigen noch einmal mit Sprühregen von Österreich verabschiedet wurde. Sollte das schon die Einstellung auf das irische Wetter für die nächsten Tage sein?

Der Flug war angenehm, ich sortierte Fotos aus, laß etwas und beschloss schlussendlich die Zeit auch für einen Powernap zu nutzen, da der Tag heute noch lang werden würde und meine letzte Nacht nicht besonders erholsam war. Bei strahlendem Sonnenschein landeten wir in Dublin, so dass ich mich noch im Flieger von meinem dicken Pulli verabschiedete.

Nach einer kurzen Toilettenpause und der Passkontrolle machte ich mich schon auf zur Gepäcksausgabe. Meine Tasche war sofort da und so ging’s dann weiter zur Autovermietung. Hier durfte ich dank meiner gesperrten alten Kreditkarte, den Betrag mit der neuen nochmal bezahlen mit dem Versprechen ich würde das andere Geld wieder retour bekommen. Bin gespannt, ob das wirklich so ist, aber anders wäre es nicht möglich gewesen. Auf die Frage, ob ich Automatik oder Schaltgetriebe bevorzugen würde, war meiner Antwort klar und zwar ein Auto zum Schalten. Ich konnte zwischen Renault Clio, VW Polo und Toyota Yaris wählen, wobei meine Wahl eindeutig auf den Polo fiel. Die Rückgabe wurde mir auch nochmal im Detail erklärt, da mein Flieger früh morgens geht, wo die Rückgabestelle noch nicht geöffnet hat. Somit muss ich das Auto einfach auf einem anderen Parkplatz als gewohnt abstellen und den Schlüssel in den Postasten werfen. Nachdem alles geklärt war, machte ich mich auf zum SIXT Bus, der mich zur Autoanmietestelle bringen würde. Dabei hatte ich wieder mal ein tolles Erlebnis mit einem Lift, der sich nicht in das richtige Stockwerk bewegen wollte, dann glücklicherweise aber die Türen wieder öffnete. Ich flüchtete sofort in einen anderen, zur Erklärung, ich habe es schon 3 mal geschafft in einem Lift stecken zu bleiben und bekomme da immer leichte Panikzustände.

Bei SIXT angekommen bekam ich den Schlüssel für das Auto. Es handelte sich um einen weißen VW Polo Benzin mit ca. 50.000km. Nach einem Rundum-Blick, wobei ich einige Kratzer und eine kleine Delle entdeckte, fotografierte ich alles und lief nochmal hinein, um zu checken, ob die Schäden alle bekannt seien. Die Delle wurde neu aufgenommen, der Rest war bekannt. Ich wechselte noch auf eine kurze Hose, da bei den Temperaturen die lange Jean nicht zum Aushalten war. Dann konnte es schon los gehen. Nochmal kurz Luft holen, die irische Playlist starten und dann rein ins Linksfahr-Abenteuer.

Natürlich sofort auf die Autobahn, wobei ich gleich mal Bekanntschaft mit dem Spurhalteassistenten machte. Der blieb nicht lange eingeschalten. Ich habe lieber selber die Kontrolle über meine Spurhaltung, sowie auch über viele andere Dinge in meinem Leben. Schalten mit Links war kein Problem, Navi und Bildschirm mit Links bedienen war hingegen viel ungewohnter. Den ersten Stopp legte ich bei einem Supermarkt ein, wobei ich mich mit einigen Snacks und Wasser (sogar 1 Tragerl Pellegrino habe ich ergattert) für die nächsten Tage versorgte. Der zweite Stopp war eher ungewohnt, da Molly, so beschloss ich den VW zu nennen, um Aufmerksamkeit bat. Der Reifendruck würde nicht passen und mein Rucksack war scheinbar zu schwer für den Rücksitz, da dauernd die Anschallanzeige aufleuchtete. Ich checkte alle Reifen, legte den Rucksack auf den Boden, bestätigte die Reifendruckanzeige neu und fuhr weiter.

Danach setzte ich die Fahrt ohne weitere Vorkommnisse nach Galway, meinem ersten Ziel, fort. Gut 3 Stunden später erreichte ich dieses. Dort stellte ich Molly in einem echt engen Parkhaus ab, wo ich mich weigerte in den Lift zu steigen, checkte im Hotel ein und begab mich anschließend zu Fuß in die Innenstadt. Dort waren echt viele Menschen auf der Straße, wobei ich ja prinzipiell Natur und Ruhe bevorzuge, aber heute wollte ich in ein Pub um etwas Livemusik zu lauschen und im besten Fall auch den Song Galway Girl zu hören.

Nachdem ich an einigen Pubs vorbeigelaufen war, da mir noch etwas die Überwindung fehlte alleine reinzumaschieren, beschloss ich an einem der letzten, wo ich von weitem schon einen Sänger mit Gitarre erkennen konnte, doch hineinzugehen. An der Bar bestellte ich einen GinTonic, irrte mit meinem Glas dann etwas herum, um einen Sitzplatz in dem doch vollen Pub zu finden, beschloss dann aber an der Bar stehen zu bleiben. Der Sänger war echt gut und so lauschte ich der Musik, unterhielt mich kurz mit meinen Barnachbarn, einem Pärchen aus Wales, welche mich nie auf 31 geschätzt hätten und bewunderten, dass ich alleine unterwegs sei.

Der Gitarrist spielte jedoch leider nur noch 30min, dann war eine halbe Stunde Pause, bevor die nächste Band beginnen sollte. Eigentlich wollte ich ja mehrere unterschiedliche Pubs besuchen, aber dieses wurde immer voller und ich hatte mittlerweile einen Sitzplatz an der Bar ergattert, so beschloss ich lieber hier zu bleiben. Die Band bestand aus Gitarre, Keyboard und Geige, wobei diese von zwei ältere Herren und einem jungen Burschen gespielt wurden. Diese spielten mehr irische Musik und größtenteils auch ältere Lieder. Die Atmosphäre war toll und schlussendlich wurde ich dann auch noch mit dem Song Galway Girl belohnt. Gegen halb 11 hörten sie zum Spielen auf. Da war es auch an der Zeit für mich ins Hotel zurück zu marschieren, denn morgen will ich früh auf, um zeitig zu den Cliffs of Moher zu gelangen. Vorm Schlafen gönnte ich mir dann noch das Bananabread vom Flughafen.

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