Meine innere Uhr hat sich mittlerweile schon gut umgestellt. Heute bin ich kurz vor Sonnenaufgang von alleine aufgewacht. Das habe ich natürlich gleich genutzt und ein paar Schnappschüsse von unserem tollen Campingplatz in freier Wildbahn gemacht.



Heute ließen wir es etwas ruhiger angehen, hielten zuerst am Tempel Mountain Wash Pictograph Panel und fuhren dann weiter in den Capitol Reef NP, der laut meiner Recherche weniger überlaufen hätte sein sollen. Dem kann ich nicht zustimmen, also heute war genug los, aber es ist ja auch Wochenende. Der doch kleinere NP, hat genau so seine Reize. Wir unternahmen eine kurze Wanderung zu Hickman Bridge, wieder eine Steinbrücke, und hielten noch an einem Viewpoint. Auf unserem Weg begegneten uns einige kleine Reptilien und Chipmunks, doch das sollten heute nicht die einzigen Tiere bleiben. Der Wanderweg hier bestand hauptsächlich aus Sand und Steinplatten, so wie der Boden hier eben beschaffen ist, umso mehr erstaunte mich das hier doch immer wieder größere Bäume dazwischen zu erblicken waren.











Die Landschaft hat heute im Verlauf wirklich oft seine Formen gewechselt, zu Beginn wirkte es als würde man durch eine Schottergrube fahren, schon erstaunlich was Utah alles zu bieten hat.

Weiter ging es zum Highway 12, dem Scenic Byway. Also hier habe ich sofort Kanada-Feeling bekommen. Die Landschaft war wieder komplett anderes, viel Wald mit Laubbäumen, hauptsächlich Birken, die sich gerade in ihrem schönen gelbem Farbkleid präsentierten. Andi verspasste leider Teile der Strecke, da er etwas Schlaf von gestern am Beifahrersitz nachzuholen hatte. Ich hielt an einigen Viewpoints an, wobei ich auf einen netten New Yorker traf, der mit einem alten Schulbus durch die ganze USA reiste. An einem anderen trafen wir auf Schweizer, die gerade zwei Monate hier ebenso mit einem Camper unterwegs sind. Nachdem der Wald passiert war, verlief die Strecke über einen Pass, wo es links und rechts doch ziemlich hinunter ging. Der Ausblick war wie immer faszinierend. Auf der Strecke liefen auch Kühe neben der Straße herum, später konnte ich auch noch Ziegen und Schafe auf einer Farm neben der Straße entdecken.






Als nächstes war dann schon Schlafplatzsuche angesagt, wobei wir die App „Park for Night“ verwenden. Hier findet man wirklich alles Nützliche von Campingplätzen, über Freedom Camping Plätzen, Rastplätzen, Dumping Stations oder auch Wasserfüllmöglichkeiten. Wir wählten einen Platz zum Freedom Campen aus und hatten wieder mal Glück, den letzten freien Platz zu ergattern. Wir stehen hier in einem Forest Park, wo 26 Plätze wieder mit Lagerfeuerstellen markiert sind. Hier darf ohne Bezahlung gecampt werden, zwar nur auf den ausgewiesenen Plätzen aber immerhin. Die Plätze sind alle sehr groß gehalten und weisen viel Abstand zum Nächsten auf. Es ist wie Campen in freier Wildbahn, wie damals in Neuseeland. Da durften wir auch fast überall stehen.



Nach dem Abendessen, es war endlich Zeit für Gemüsnudeln – auf die habe ich mich schon seit 3 Tagen gefreut, denn die letzen Tage gab es dann immer doch ganz schnelle Küche, spazierte ich noch eine kleine Runde im Wald. Danach entzündete Andi noch ein kleines Lagerfeuer, um den Abend unter dem Sternenhimmel gemütlich ausklingen zu lassen.



Morgen ist es dann endlich soweit, ich darf mein Geburtstagsgeschenk, dass ich von Freunden zum 30er bekommen habe einlösen. Also geht es mit großer Vorfreude ins Bett.




