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Tag 23+24 – 40h Heimreise

Das war wohl eher kein Guter Morgen heute. Mein erster verschlafener Blick aufs Handy schockierte mich total. Ich hatte fünf neue Nachrichten von Austrian Airlines. Kurzfassung: Direktflug von L.A. nach Wien gecancelt, neuer Flug 9h später über Chicago mit 10h Aufenthalt dort. Zu Beginn konnte ich es gar nicht realisieren und tat mir auch schwer aufgrund der Zeitzonen herauszufinden, um welche Uhrzeit und an welchem Tag wir dann in Wien landen würden. Eigentlich musste Andi am Montag in die Nachmittagsschicht und ich hätte um 7:00 Uhr Dienstbeginn gehabt. Aber daraus sollte so nichts werden, denn neue Ankunftszeit in Wien laut AUA Montag um 8:20 Uhr, anstatt Sonntag mittags.

Nachdem wir die Sachlage realisiert hatten, versuchten wir noch alles um einen früheren Flug zu bekommen. Ich chattete mit dem Support von Austrian Airlines, telefonierte dann auch mit jemandem von der Serviceline, während Andi Littlefoot zur Wohnmobilvermietungsstelle chauffierte. Es half alles nichts, unsere neue Verbindung wäre die schnellst Mögliche. Somit hatten wir genug Zeit um Littlefoot gemütlich zu entladen, putzen und unsere Koffer zu packen. Was sich für Andi als große Herausforderung herausstellte, da er ja einiges an Werkzeug und Ersatzteile für seinen und den VW T3 seines Freundes gekauft hatte. Unsere übrig gebliebenen Lebensmittel ließen wir für die nächsten Wohnmobilmieter zurück. Nach zwei Stunden waren wir dann fertig, gaben Littlefoot zurück und erklärten der Dame, welche Schönheitsfehler wir alle bemerken konnten. Sie notierte sich alles und lies uns zumindest die Mietgebühr für die beiden Campingsessel als Entschädigung nach. Nach der Verabschiedung von Littlefoot, der uns immerhin 7316km begleitete, machten wir uns mit Uber auf den Weg zum Flughafen, da ich dort versuchen wollte noch irgendwas an der Situation zu verbessern.

Den Flughafen erreichten wir kurz nach 12Uhr mittags. Dort angelangt waren wir gleich mal überfordert, denn von Austrian Airlines gab es natürlich keinen besetzten Schalter, da unser Flug der einzige gewesen wäre und dieser wurde ja gestrichen. Die Dame von der allgemeinen Information konnte uns auch nicht weiterhelfen. Dann war unser nächster Weg zum Schalter von United zu gehen, denn der erste Flug nach Chicago sollte mit dieser Airline abgewickelt werden. Am Weg dorthin trafen wir andere Österreicher, denen es genau so ging. Diese wurden aber über New York umgeleitet. Beim United Schalter half uns eine super nette Dame weiter, die uns dann beide in dem selben Flieger Plätze verschaffte. Denn ursprünglich wäre Andi über Washington geflogen und ich über Chicago, ein ziemliches Chaos das Ganze. Unser Gepäck würde auch gleich nach Wien durchgecheckt werden und sie meinte die Boardingpässe für den Flug Chicago – Wien würden wir dann in Chicago von Austrian Airlines bekommen. Dann kam der Moment der Wahrheit. Das Gepäck wurde gewogen und natürlich war es zu schwer, Andis um 5kg, meiner um 3kg. Somit hieß es umpacken, da Übergepäck 200$ ausgemacht hätte und ein zusätzliches Gepäckstück nur 100$ kostete. Wir hatten ja nun genug Zeit, denn unser Flieger sollte erst um 23:30 starten. Wir verteilten das Gewicht und gaben einen Handgepäckskoffer mit auf. Somit war fürs Erste alles gut, außer dass wir uns jetzt noch 9 Stunden die Zeit vertreiben mussten.

Wir nutzten diese Zeit sinnvoll, um die ereignisreichen letzten beiden Tage noch auf Social Media zu teilen und Fotos auszusortieren. Die Zeit verging eigentlich ganz schnell, nur leider war es etwas ungemütlich, da die Klimaanlage so stark eingestellt war, das ich trotz etlicher Gewandschichten wirklich fror. Aber das sollte vielleicht schon ein Vorgeschmack auf die Temperaturen zu Hause sein. Wir holten uns dann eine Pizza, die wir mit Chilliflocken verfeinerten, das wärmte dann zum Glück etwas von innen. Gegen 21:00 Uhr begaben wir uns Richtung Securtiy Check. Die Kontrolleure nahmen es hier echt genau. Jeder muss die Schuhe ausziehen und gefühlt jedes zweite Gepäckstück wird heraus geholt, geöffnet und ins kleinste Detail kontrolliert. Bei der Dame vor uns wurde die komplette Handtasche kopfüber ausgeleert. Andis Rucksack bekam auch einen gründlichen Check, doch der Kontrolleur konnte nichts beanstanden und wir durften passieren. Vor dem Abflug holte sich Andi noch einen Burger und ich naschte ein paar Pommes. Beim Eintreten in den Flieger wurden uns noch andere Plätze zugeteilt, zu Andis Freuden durften wir beim Notausgang sitzen, wo mehr Platz für seine langen Beine war. Ich beobachtete das beleuchtete L.A. noch von oben und verschlief dann zum Glück den Großteil des restlichen vierstündigen Fluges.

In Chicago landeten wir um halb 6 Uhr früh im nationalen Bereich des Flughafens. Nun mussten wir diesen zuerst mal verlassen und mit einem Zug zum internationalen Terminal fahren, wo wieder Warten angesagt war. Da unser Anschlussflug erst für 16:20 Uhr geplant war und wir noch keine Bordkarte hatten, mussten wir darauf warten, dass sich der Schalter von Austrian Airlines öffnete, was erst rund 3h vor Abflug passieren sollte. Wir versuchten auf den Sitzgelegenheiten zu schlafen, was nicht so gut funktionierte. Ich nutzte die Zeit, um in meinem Buch weiterzukommen, spazierte kurz in die Frischluft und dann gönnten wir uns zum Frühstück noch einmal Dunkin Donuts.

Gegen 13:00 Uhr stellten wir uns in die Schlange beim Austrian Airlines Schalter. Der Herr dort leitete uns weiter zum Help Desk von Austrian. Die Dame dort meinte, dass sie auf unsere Tickets nicht zugreifen könnte und wir unser Reisebüro anrufen sollten, wo wir gebucht haben. Da wurde ich etwas unlocker, denn das Reisebüro, wo wir gebucht hatten, wäre ja erst Montag früh wieder zu erreichen gewesen und außerdem hatten die ja nicht unseren Flug storniert. Also rief ich erneut bei der Serviceline von Austrian an, die mir nicht weiterhelfen konnte und auf eine andere Serviceline verwies. Dort wurde ich nur in eine Warteschleife gehängt. Nach 25min beendete ich dieses hoffnungslose Unterfangen, entschied einfach neue Tickets zu kaufen und die Rechnung dann an Austrian Airlines zu schicken. Zu diesem Zeitpunkt war ich echt schon mega grantig. Als wir das der Dame mitteilten, telefonierte sie noch eine Weile herum und auf einmal war es möglich, uns neu einzubuchen und sogar ohne zusätzlich entstehende Kosten. Also hatten wir dann endlich kurz nach 14:00 Uhr unsere Boardingpässe nach Wien in der Hand und wieder bekamen wir als “Entschädigung” Notausgangssitzplätze.

Komplett erleichtert, machten wir uns auf zum Securitycheck, wo wir diesmal ohne Probleme durchkamen. Dann holte sich Andi noch einen Burger und ich mir eine Bowl. Eine Stunde später saßen wir auf unseren echt tollen Sitzplätzen im Flieger in die Heimat. Der Flug verlief relativ ruhig bis 3h vor Ankunft eine Dame nach dem Toilettengang auf einmal am Gang neben uns umkippte. Andi half ihr sofort hoch und holte die FlugbegleiterInnen, während ich ihre Beine in die Höhe hielt. Sie hatte mit dem Kreislauf zu kämpfen, was eine Cola und sich kurz auf den Boden legen zum Glück wieder einrichtete. Nach diesem kurzen Schreckmoment, den unser Sitznachbar komplett verschlief, waren Andi und ich wieder komplett wach. Also richtig zu schlafen war in diesem Flug leider nicht so einfach.

Um Punkt 8 Uhr, etwas früher als geplant, landeten wir dann in Wien. Jetzt stellte sich nur noch die Frage, ob es unser Gepäck in diesem ganzen Chaos auch nach Wien geschafft hatte. Bei der Gepäckausgabe mussten wir etwas warten, aber alle drei Koffer waren unter den Ersten dabei, die herauskamen. Somit konnten wir vollgepackt Richtung Ausgang starten, wo uns mein Vater schon freudig erwartete. Er hatte für Andi eine Leberkässemmel in der Hand und auf mich wartete im Auto Mamas Apfelstrudel. Also meine Eltern denken einfach an alles.

Bei der Nachhausefahrt wurden gleich Geschichten ausgetauscht. Zu Hause angekommen, ging es für mich für ein paar Stunden in die Arbeit. Andi legte sich noch kurz hin, bevor er etwas verspätet in die Nachmittagsschicht startete. Nach der Arbeit versuchte ich noch mit Koffer auspacken und Wäsche waschen die Zeit bis zum Schlafen gehen zu überbrücken, um den Jetlag bestmöglich zu übergehen. Mal schauen wie gut meine Taktik funktioniert. Auf jeden Fall fiel ich dann gegen 21:00 Uhr komplett erschöpft von der Heimreise ins Bett.

So wurde aus einem 12h Direktflug eine 40ig stündige Heimreise oder um es positiv auszudrücken, uns wurde noch ein Zwischenstopp in Chicago geschenkt. Somit waren wir in diesen 3 Wochen insgesamt in 7 verschiedenen Bundesstaaten der USA: Kalifornien, Arizona, Utah, New Mexico, Colorado, Nevada und Illinois.

Diese drei ereignisreichen Wochen voll gepackt mit wunderschönen Erlebnissen, unvergesslichen Erinnerungen und wertvollen Erfahrungen muss ich in den nächsten Wochen erst richtig verarbeiten.

– love my way of traveling –

4 Kommentare

Evi
Schön, dass ihr gesund und munter wieder zu Hause angekommen seid. Es muss wirklich ein unglaubliches Erlebnis gewesen sein, wie ja auch die tollen Fotos zeigten. Schade, dass jetzt wieder Schluss ist mit den Reiseberichten, ich hab mich jeden Tag darauf gefreut 😍
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Ja das war es und gehört erst richtig verarbeitet. 🙃Liebe Evi, die nächsten Reiseberichte lassen bestimmt nicht lange auf sich warten. ✈️🌏☺️
Chris
Danke für “das Mitreisen!” können. War wunderbar 😘🤗✨🌟
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Freut mich zu hören! Die nächsten Reisen kommen bestimmt. ✈️🌏☺️

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