Jetzt kann ich mich wieder an die Zeitzonenumstellung in Kanada erinnern. Hier ist es genau so. Ich wäre mitten in der Nacht schon wieder komplett munter gewesen, habe mich dann aber noch bis 5:00 herumgewälzt. Nachdem Andi dann auch munter war, haben wir die Koffer zusammengepackt und sind wieder mit einem Uber-Fahrer zum Abholpunkt unseres Wohnmobils gefahren. Ich muss sagen, dass mit Uber funktioniert echt super, hatte das vorher noch nie getestet. Dort angekommen, erklärte uns eine freundliche Dame, dass wir zu früh (kurz nach 8:00) hier seien und normal die Wohnmobile erst am Nachmittag bereit seien, wir hätten aber Glück, dass unseres schon hier sei und nur noch gecheckt werden müsse, so in 1,5h sei es bereit. Die Wartezeit dort verging wie im Flug, Andi konnte im TV auf oe24 den österreichischen Wahlkampf verfolgen und ich mein Buch weiterlesen. Plötzlich redeten uns Deutsche an, die gerade ihr Wohnmobil zurück brachten, und schenkten uns ihre übrig gebliebenen Lebensmittel und Putzutensilien. Während wir mit ihnen über ihren Trip redeten, rief uns schon die freundliche Dame von vorhin zu sich, da unser Fahrzeug fertig war. Sie machte uns auch noch darauf aufmerksam, dass auf den Tischen draußen übrig gebliebene Sachen von Vormietern liegen und wir ruhig durchschauen könnten.

Nachdem wir unser neues Gefährt sahen, war mir sofort klar, das ist „Littlefoot“. Um einiges kleiner als letztes Jahr in Kanada, dafür schön kompakt und wendig. Da es aber doch auch um einiges weniger Stauraum bietet, entschieden wir uns die Koffer gleich auszupacken und die leeren Gepäckstücke auf der Abholstation zurück zu lassen. Danach durchforsteten wir noch die Wühltische und konnten eine gute Ausbeute machen: Klopapier, Küchenrolle, Spülmittel, Kaffee, Salz, Zucker, Reis, Nudeln, Besen und Schaufel. Und dann hieß es endlich: Abfahrt nach Orange County.

Den ersten Teil darf Andi fahren, da hier extrem viel Verkehr herrscht und man daneben einfach auch jemanden zum Navigieren braucht und da tue ich mir leichter. Erster Stopp war dann der Seal Beach. Dort konnten wir zwar keine Seals sehen, dafür aber zusehen wie Rochen herausgefischt und wieder zurück ins Meer geworfen wurden. Für Andi gabs dann noch als Highlight einen Hotdog und ich konnte meine Zehen in den doch frischen Pazifik halten.


Dann ging es weiter entlang der Küste auf Balboa Island, wobei wir während der Fahrt einen Strand nach dem anderen beobachten konnten. Die sehen hier wirklich alle aus wie bei Baywatch. Auf Balboa Island angekommen, sah Andi seinen ersten T3, der natürlich sofort von oben bis unten unter die Lupe genommen wurde. Danach ging es an den Pier, wo ich als O.C. California Fan endlich mein Foto mit dem Schriftzug „Newport Beach“ machen konnte. Lange hielten wir uns hier dann aber nicht auf, da für uns die Yachten jetzt nicht so interessant waren.


Weiter gings dann nach Anaheim, wo der erste Großeinkauf bei Walmart anstand, um für die nächsten Wochen halbwegs versorgt zu sein. Zu meinem Erstaunen waren hier einige für uns normale Gegenstände in Regalen versperrt, unter anderem auch die Deos. Nachdem uns ein Mitarbeiter den Schrank öffnete, nahm dieser selbst das Deo heraus und trug es bis zur Kassa. Erst nach dem Bezahlvorgang durften wir es dann mitnehmen. Schon etwas eigenartig, wie hier manche Dinge anders laufen.
Nachdem der Einkauf verstaut war, mussten wir noch einen kurzen Stopp beim Stadium der Mighty Ducks einlegen, um meine Kindheitserinnerungen der Entenformation aufleben zu lassen. Dann war es endlich soweit, ich übernahm den Platz hinter dem Lenkrad.

Natürlich habe ich es gleich richtig erwischt, der Highway von LA Richtung Osten war dann teilweise achtspurig und die füllen die 8 Spuren auch wirklich aus. Mit teilweise Stop and Go Verkehr ging es dann sicher eine gute Stunde dahin. Eine Linksüberhol-Regel gibt es hier nicht, du wirst von allen Seiten überholt und da oft die Abfahrten zweispurig sind, ist es gar nicht so einfach die richtige Spur zu wählen, um dann auch noch rechtzeitig die richtigen Abzweigungen zu erwischen. Aber Littlefoot und ich haben das gut gemeistert, er fährt sich auch richtig gut.

Bevor es auf unseren heutigen Schlafplatz ging, war noch ein kurzer Stop bei den Cabazon Dinosaurs angesagt, wo ich bei zwei riesigen Dinosaurier nochmal Kindheitserinnerungen alias Littelfoot und Scharfzahn aufleben lassen konnte. Danach war ich aber froh, als wir unseren Littlefoot auf einem riesigen Parkplatz hinter einem Casino einparkten, wo wir die Nacht verbringen würden. Mit dieser Zeitzonenumstellung komme ich noch nicht ganz klar, ich hatte dann schon wieder zu kämpfen, dass ich mich bis halb 10 noch wach halte, deshalb gab es dann nur schnelle Küche. Der Schlafplatz ober dem Fahrbereich wurde aufgebaut und dann gings ins Bett.






