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Tag 18 – 24h San Francisco

Die Nacht verlief super ruhig. Morgens wurde der Rucksack mit Frühstück gepackt und dann spazierten wir zu Fuß zu Pier 33 – Alcatraz Landing, denn um 8:40 sollte unser Boot zur berühmten Gefängnisinsel ablegen. Dort angelangten reihten wir uns in eine Menschenschlange ein und kurz später konnten wir vom Boot aus die ersten Blicke auf die Golden Gate Bridge und das Gefängnis erspähen.

Nach gut zehn Minuten hatten wir die Insel erreicht und wurden dort von einem Ranger begrüßt, denn auch die Insel gehört zu einem Nationalpark. Dieser erklärte uns die notwendigsten Regeln und wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Nach unserer Frühstückspause begaben wir uns gleich auf die andere Seite der Insel, wo wir den besten Ausblick auf die Golden Gate Bridge hatten.

Danach spazierten wir in den Zellenblock, wo wir einen inkludierten Audioguide bekamen und uns für eine Stunde auf eine Reise in die Vergangenheit einließen. Der Audioguide war wirklich spannend aufgebaut und sehr informativ, da er mit Geschichten und teilweise im Erzählerstil damaliger Verbrecher aufgebaut ist. In einige Zellen konnte man hineingehen und sich in einen Gefängnisgast hinein versetzen. Am beeindruckensten waren für mich die Zellen, wo ein Ausbruch aus Alcatraz dargestellt wurde. Hier war an der Hinterwand ein Loch zu sehen, dass mit Löffeln gegraben worden wäre. Ein Stopp im Souvenirladen musste natürlich auch noch sein und dann ging es mit dem Boot mittags wieder retour aufs Festland.

Dort angekommen wagten wir die Besteigung zum Coit Tower. Der Weg dorthin war schon sehr von Stufen geprägt und anschließend kamen nochmal über 200 Stufen im Tower selbst dazu. Andi wollte schon herunten warten, entschied sich dann aber doch mithoch zu gehen. Am Weg hinauf konnten wir über 90 Jahre alte Wandbemalungen betrachten. Oben angekommen genossen wir den Ausblick über ganz San Francisco.

Am Weg zu unserem nächsten Stopp, dem Pier 39, spazierten wir an einem Mann vorbei, der gerade seinen VW T2 putzte, wo wir natürlich nicht ohne anzuhalten vorbei gehen konnten. Andi tauschte sich mit ihm aus, der Mann wolle nämlich seinen Bus verkaufen und die sind hier viel günstiger als bei uns. Mal schauen, ob Andi bald auch noch einen T2 in seiner Sammlung stehen hat. Der Mann meinte auch, dass wir gerade Glück hätten, da es normalerweise im Oktober nicht mehr so warm hier sei. Wir hatten nämlich wieder um die 30°C, die ich mittlerweile als ganz angenehm empfinde.

Außerdem begeneten uns hier immer wieder selbstfahrende Autos, wie der Name schon sagt natürlich komplett ohne Fahrer. Also da komme ich ins Nachdenken, wie unsere Welt in Zukunft mal aussehen wird. Robotorbedienungen und Robotorautos…zum Glück komme ich aus einem kleinen Dorf, bis das zu uns kommt, dauert es hoffentlich noch ganz lange, denn den Platz hinterm Lenkrad möchte ich nicht hergeben. Wir haben jetzt übrigens schon über 6000km zurück gelegt, die Distanzen hier sind einfach enorm.

Am Pier 39 hatten wir dann Glück und trafen auf ein paar Seelöwen, die gerade gemütlich die Sonnenstrahlen genossen. Wir bestaunten noch das Treiben zwischen den unzähligen Shops und Restaurants am Pier selbst und spazierten anschließend zu Littlefoot, um unseren Rucksack zu erleichtern.

Dann war es endlich so weit, wir begaben uns zum Startpunkt des Cable Car. Dort gönnten wir uns einen Tagespass und nach kurzer Wartezeit konnten wir in der Straßenbahn mit nur einem Wagon Platz nehmen. Es gibt hier Innen- und Außensitzplätze, sowie die Möglichkeit an der Seite zu stehen und sich einfach anzuhalten. Schon am Vortag hatte ich beschlossen, dass wir bis zur Endstation (Powell) durchfahren. Dort angelangt, wollte ich wieder retour fahren und bei der Lombard Street aussteigen. Jedoch gehen von dieser Station aus zwei unterschiedliche Richtungen weg und wir erwischten die Falsche. Somit fuhren wir von deren Endstation (Mason) wieder zu unserer (Powell) und dann mit der richtigen Bahn (Powell-Hyde) zur Lombard Street. Das störte uns aber gar nicht, so konnten wir San Francisco noch länger vom Cable Car aus genießen. Diesmal standen wir beide auch einfach an der Seite. Das war wirklich ein tolles Erlebnis, für mich die beste Art und Weise San Francisco zu erleben.

An der Lombard Street betrachteten wir die Autos, die in engen Kurven diese steile Straße passierten. Danach suchten wir uns ein Lokal, um uns eine Pizza zu gönnen. Am Weg dorthin entdeckte ich noch zufällig das Eintrittstor zur Kammer des Schreckens von Harry Potter. Anschließend waren die 24Stunden unseres Parktickets um und wir spazierten zurück zu Littlefoot. Nun war ich gespannt, ob uns der Herr dort wirklich nur den Preis für ein Fahrzeug verrechnen würde und es war zum Glück auch so. Er half mir noch beim Bezahlvorgang am Automat und versicherte sich, dass nur 55$ zu bezahlen sind. Also im Endefekt doch ein sehr freundlicher Amerikaner.

Nun war der Moment gekommen, den ich mir schon länger erträumt hatte. Wir fuhren mit Littlefoot über die Golden Gate Bridge. Brücken haben mich schon immer beeindruckt, vor allem auch die Tower Bridge damals in London. Aber diese hier ist nochmal eine ganz anderes Kaliber. Auf diversen Aussichtspunkten fingen wir noch die letzten Sonnenstrahlen ein. Diese bunten Abende, wo der Himmel alle Farben spielt, ließen mein Herz noch höher schlagen, einfach ein perfekter Abend.

Zum Abschluss parkten wir Littlefoot direkt auf einem Aussichtspunkt, wo wir heute die Nacht verbringen würden. Hier konnten wir die Golden Gate dann auch noch bei nächtlicher Beleuchtung betrachten, bevor wir müde von den vielen Eindrücken ins Bett fielen.

4 Kommentare

Renate
Sehr schöne Fotos und Eindrücke!
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Dankeschön 😊
Evi
Wieder ein sehr gelungener Tag, traumhaft!
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Ja das Cable Car fahren war ein Traum 💚🤗

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