✈️ traveleule logo
📍 Currently at home 🇦🇹
IMG_8455

Tag 16 – Yosemite NP

Gestern Nacht hatten wir dann noch vierbeinigen Besuch von einem Rehbock, der einfach so durch den Casinoparkplatz durchmaschierte, ansonsten verlief die Nacht ruhig. Wohnmobile dürfen hier sogar fünf Tage stehen.

Um noch vor 8 Uhr im Yosemite NP zu sein, starteten wir kurz nach 7 Uhr los. Dort angekommen, bildeten sich bei der Einfahrt schon die ersten Autoschlangen und an den Schildern rund herum, musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass wir auch hier einen Zeitslot zur Einfahrt in den Park buchen hätten müssen. An der Einfahrtskontrolle erklärte mir der Ranger, dass wir erst nach 15:00 Uhr mit dem Auto ohne Reservieriung hinein fahren könnten, jedoch etwas unterhalb entlang der Straße eine Bushaltestelle sei, wo wir mit dem Bus hereinkommen würden. Das versuchten wir anschließend, jedoch fährt dieser Bus seit Mitte September nicht mehr. Dann beschlossen wir in einer Straßenbucht nahe dem Eingang zu parken und zu Fuß reinzumarschieren.

Kurz vor 9:00 Uhr waren wir dann im Park und standen in der Schlange für den Shuttlebus zur Mariposa Grove. Hier fuhr in der Früh nur ein Bus hin und her, es gibt aber auch nur zwei Haltesellen zwischen denen die Leute transportiert werden. Während der Wartezeit konnten wir asiatische Reisebusse beobachten. Im zweiten Shuttlebus war dann Platz für uns und wir erreichten kurz vor halb 10 Uhr unser Ziel.

Dort wurden wir von einem netten Ranger angeredet, der um 9:30 Uhr eine kleine zweistündige Wanderung mit historischem Input starten würde und uns dabei herzlich Willkommen hieß. Das Angebot nahmen wir an und wanderten mit ihm mit. Dabei erfuhren wir unter anderem wie sich die Mammutbäume fortpflanzen, warum hier die idealen Bedingungen für ihr Wachstum vorherrschen, wieso sie Feuer und Blitzeinschläge überleben konnten, welche unterschiedlichen Ranger es gibt, was deren Aufgaben sind und was ich am spannendsten fand, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Nationalparks in den ganzen USA eröffnet wurden. Da war vor allem auch Präsident Roosevelt, dem die Natur sehr am Herzen lag und der auch hier im Yosemite NP campen war, beteiligt.

Also war das sogar gut, dass wir keinen Zeitslot hatten, sonst hätten wir diese Tour sicher nicht gemacht, da wir mit Littlefoot den Park abgefahren wären. Entlang der Wanderung konnten wir auch wieder riesige Mammutbäume beobachten, die teilweise über 3000 Jahre alt sind. Danach ging es mit dem Shuttlebus wieder zurück zum Ausgangspunkt und von der Haltestelle zu Fuß zu Littlefoot. Dort machten wir dann eine Essenspause und vertrieben uns die Zeit bis kurz vor 15:00. Anschließend fuhren auch wir in den Nationalpark ein, wobei sich die Autos an der Einfahrt noch immer in einer Schlange nacheinander reihten.

Die Fahrt durch den Park war schön, viel Wald, aber auch wieder abgebrannte Bäume. Aufgrund des Zeitengpasses, da alle Campingplätze im Park ausgebucht waren und wir somit hier nicht übernachten konnten, entschieden wir uns nur am Glacier Point zu stoppen und zu den Yosemite Wasserfällen zu spazieren. Die Aussicht am Glacierpoint war beeindruckend, die Wasserfälle eher weniger, da sie momentan gar kein Wasser führen. Jedoch unterhielt uns ein Eichhörnchen am Endpunkt des Spaziergangs zu unseren Freuden.

Danach machten wir uns bei Sonnenuntergang wieder auf den Weg aus den Park hinaus zu unserem heutigen Schlafplatz auf einen einfachen Parkplatz hinter einem Schuppen im Wald. Der Yosemite NP war irgendwie ganz anders aufgebaut, es gibt unterschiedliche Einfahrten und in der Mitte befindet sich ein Tal, wo sich sehr viele Campingplätze, Shops, Visitor Center etc. befinden, sprich hier tummeln sich die Menschenmassen, was uns persönlich nicht so gut gefallen hat. Die Landschaft war natürlich schon beeindruckend, vor allem auch der El Capitan an dem wir vorbeifuhren, der einen sehr beliebten Klettersteig zu bieten hat.

Ich habe auch dazu gelernt, dass in manchen NP Einfahrts-Zeitslots im Vorhinein gebucht werden müssen, hier hatten wir Pech, da gerade Wochenende war und die Amerikaner teilweise Herbstferien haben, am Montag wäre es egal gewesen, aber dafür hatten wir ja diese tolle Rangertour. Das hier sollte nun unser letzter Nationalpark gewesen sein. Ich muss irgendwann mal mein persönliches Ranking aller besuchten NPs machen, aber nun geht’s ins Bett, denn morgen machen wir uns auf den Weg nach San Francisco.

Schreib den ersten Kommentar

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Sei LIVE beim Abenteuer dabei!
IMG_7001

Tag 23+24 – 40h Heimreise

Das war wohl eher kein Guter Morgen heute. Mein erster verschlafener Blick aufs Handy schockierte mich total. Ich hatte fünf neue Nachrichten von Austrian Airlines. Kurzfassung: Direktflug von L.A. nach Wien gecancelt,…

IMG_0844

Tag 22 – Warner Bros. Studios & Walk of Fame

An unserem letzten vollen Tag in L.A. widmete ich mich morgens, solange Andi noch schlief, meinen letzten Postkarten. Nach dem Frühstück organisierte ich uns ein Taxi über Uber, da nach meiner Recherche zu Folge bei den…

IMG_0453

Tag 21 – Universal Studios

Das war heute ein Eintauchen in eine komplett andere Welt. Nachdem wir unseren Littlefoot am riesigen Parkplatz einparkten, marschierten wir im Strom der Menschenmassen durch den Citywalk Richtung Eingang. Der Citywalk…