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Tag 11 – Zion NP

Wieder hieß es früh aufstehen, da der Zion NP einer der beliebtesten NP zum Wandern ist und wir die Menschenmassen so gut es geht vermeiden wollten. Am Weg zurück auf unserer Schotterpiste entdeckten wir gestern schon ein paar Schilder im Dunkeln mit den Aufschrift „Basecamp“ und „Set“, was mich gleich vermuten ließ, dass es sich hier um ein Filmset handelt. Das bestätigte sich dann heute bei Tageslicht. Wir konnten zusehen, wie das Equipment vom Basecamp zum Set transportiert wurde und auch ein paar Kleinbusse, die wahrscheinlich die Schauspieler chauffierten, beobachteten wir. Als wir an der Einfahrt zum Set vorbei kamen, fragten wir den Mann dort, ob es sich hier um ein Filmset handeln würde und er bestätigte uns dies, gedreht wird „The Promised Land Series“, eine Comedy Serie mit der Thematik: Moses in der Wüste. Danach machten wir uns auf den Weg zum Zion NP.

Schon bei der Einfahrt stauten sich die Fahrzeuge, aber nach kurzer Zeit hatten auch wir unseren Weg zum Parkplatz geschafft. Dort hieß es wieder wechseln auf einen Shuttlebus, da auch hier in der Hochsaison nur Shuttlebusse verkehren und keine privaten Fahrzeuge erlaubt sind. Am Einstiegspunkt stellten wir uns in die Menschenschlange, aber es ging recht flott, da hier viele Shuttlebusse verkehren, das ist schon wirklich gut organisiert. Wir entschieden beim Ausstieg, the Grotto, den Bus zu verlassen und über den Kayenta Trail zu den Emerald Pools zu wandern. Der Weg ging nach einem kurzen Anstieg relativ flach weiter und lag zum Glück im Schatten. Zu Beginn war es sogar kurz etwas frisch, da der Wind wehte. Das genossen wir in vollen Zügen. Nachdem wir die Emerald Pools an allen drei Punkten betrachtet hatten, nahmen wir uns am Rückweg etwas Zeit, um unser Frühstück bei schöner Aussicht zu genießen. Die Pools selbst haben uns nicht so beeindruckt, da sie momentan sehr wenig Wasser führen, aber die Wanderung war insgesamt angenehm.

Zurück an der Haltestelle stiegen wir wieder ein und fuhren bis zum Endpunkt, Temple of Sinawava, wo wir entlang des Flusses bis nach hinten wanderten. Hier schauten wir den Menschenmassen zu, die sich nach der Reihe, bewaffnet mit ausgeborgten wasserfesten Schuhen und Wanderstöcken, auf die Wanderung in den Fluss begaben. Hier kann man flussaufwärts bei geeigneten Verhältnissen den Wanderweg, the Narrows, nehmen und den Canyon entlang wandern. Dieser wird immer enger, was recht spekatkulär sein soll. Ich war aber froh, dass wir uns dagegen entschieden hatten, denn im Wasser tummelten sich sehr viel Meschen und wir machten gleich wieder kehrt. Bei der Rückfahrt mit dem Shuttlebus hielten wir noch an den Haltestellen, Big Bend und Court of the Patriarchs, um ein paar Bilder zu machen. Dann entschied ich eine Station vor dem Visitor Center auszusteigen und das letzte Stück zu Fuß zurück zu legen, um den Zion NP noch einmal auf uns wirken zu lassen. Andi nickte auf der Busfahrt immer wieder mal ein, mein Reiseprogramm ist wohl doch etwas zu eng gepackt für ihn, wer schon mit mir unterwegs war, weiß bestimmt was ich meine.

Bei Littlefoot angekommen, fuhren wir los, nachdem Andi seine Socken und Unterhosen gewaschen hatte. Erster Halt war an einer Tankstelle, um unsern Wassertank wieder aufzufüllen. Wir nahmen auf dem Parkplatz gleich nacheinander eine Dusche und versuchten den angesammelten Sand in Littlefoot zu entfernen. Danach füllten wir unseren Wassertank gleich noch einmal an, um mit vollen Tank unsere Fahrt zu Walmart fortzusetzen. Diese Filiale war wieder riesig und wir mussten nachfragen, um die Pharmacy Abteilung überhaupt zu finden. Mit der Alterskontrolle, um Alkohol zu kaufen, nehmen sie es hier auch ganz genau. Andi musste bei der Kassa den Reisepass vom Auto holen, da die Kassiererin unseren Führerschein nicht akzeptierte. Nachdem wir den Einkauf verstaut hatten, fuhren wir weiter zu Peggy Sues 50 Style Diner, wo wir unser verdientes Abendessen einnahmen. Dabei vollzogen wir unseren letzten Staatenwechsel für diese Reise und landeten nun in Nevada. Auch die Zeitzone wechselte wieder, wir sind nun wieder 9h hinter Österreich. Für Andi gab es im Diner Burger, für mich Blueberry Pancakes. Die Bedienung war extrem freundlich und das Diner wirklich im 50 Style eingerichtet.

Die letzte Etappe mussten wir dann noch zum heutigen Schlafplatz zurück legen, wobei es sich wieder, um einen kostenlosen ganz einfach gehaltenen Campingplatz handelte. Heute waren die Temperaturen wirklich schon sehr hoch bis an die 37°C und auch nach Sonnenuntergang kühlte es nicht wirklich ab, also nahm Andi, nachdem er seine Wäsche an der in Littlefoot gespannten Wäscheleine aufgehängt hatte, unsere Stand-Klimaanlage noch einmal unter die Lupe. Das Problem hatte er schon in den letzten Tagen erkannt, dass der Generator zwar funktioniert, aber keinen Strom herein liefert. Nach etwas Suchen fand er dann einen Sicherungsschalter, der geflogen war, betätigte diesen und auf einmal funktionierte auch die Klimaanlage zumindest für eine halbe Stunde, dann flog der Schalter wieder, aber das reichte für uns, um den Bus genug abzukühlen für diese Nacht.

2 Kommentare

Alex
Laura und 37 Grad kann ich mir gar nicht vorstellen 😅
Laura Karner
Laura KarnerRedaktion
Ja kommt selten vor das ich mich in solche Gebiete traue 😉😅😅

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