Heute war, wie so oft bei mir, early bird angesagt und Alex muss da einfach mit. Am Plan stand das Kölner Rheinufer noch vor dem Feiertagsmassenansturm mit den Inline Skates zu erkunden. Vor halb 8 schnallten wir unsere Skates an und los gings. Die erste Hürde stellten drei Passagen Kopfsteinpflaster dar, die wir bis auf einen kleinen Touchierer mit einem Müllauto gut meisterten. Die restliche Strecke verlief dann auf der Domseite des Ufers ohne Probleme, beim Rückweg wechselten wir über die Brücke auf die andere Seite. Stufen steigen mit den Skates stellte dann doch eine kleine Challenge dar, wobei ich beim bergab steigen lieber die Skates auszog. Auf den Stufen wurde ich dann von einem jüngeren Herrn angesprochen, ob ich eine Massage wolle, weil er sei beruflicher Masseur. Ich verneinte, obwohl ich mich mich schon fragte, ob man mir meinen verlegten Nacken schon von der Weite ansah. Naja da lässt mich Alex mal 3 Sekunden alleine und ich werde schon angequatscht. Dann gings über die andere Brücke wieder zurück auf die Uferseite, wo auch unser Hotel lag. Insgesamt waren wir nicht ganz zwei Stunden unterwegs und haben 14km zurück gelegt.



Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ging es dann endlich zu unserem wohlverdienten Frühstück, das wir auf der Terrasse direkt neben dem Wasser einnehmen konnten. Die Buffetauswahl war großartig, vor allem gab es auch echt viel verschiedenes Obst.



Danach marschierten wir ins Schokoladenmuseum, das direkt neben unserm Hotel liegt. Wir erfuhren alles von der Kakaobohnen-Ernte über die Schokoladenherstellung und bekamen auch einige Kostproben. Da es sich aber immer um Vollmilchschokolade handelte, gab ich sie brav an Alex weiter. Sogar den Herstellprozess von Schokoladennaps konnten wir beobachten. Im Souvenirshop habe ich mich dann mit dunkler Schokolade eingedeckt, damit mein Vorrat für zu Hause wieder aufgefüllt bzw. auch etwas Nervennahrung für die Arbeit vorhanden ist. Den Einkauf deponierten wir natürlich sofort im Hotel, denn bei 27°C würde die Schoki nicht lange halten.









Anschließend schlenderten wir zum Dom. Alex und ich waren jetzt schon einige Male in Köln, aber den Dom hatten wir beide noch nicht betreten. Diesmal war es aber an der Zeit dafür. Vor allem auch weil ich unbedingt für unseren Tourguide Jones, aus Uganda, ein Video machen wollte. Er schwärmte so davon, dass er unbedingt mal nach Deutschland wolle, um den Kölner Dom zu besichtigen. Im Dom waren echt viele Leute, doch zum Glück gab es keine Schieberei. Natürlich zündeten wir auch zwei Lichter im Gedenken an alle Verstorbenen und Hilfe bedürftigen Angehörigen an. Wir besuchten die Schatzkammer und wagten den Aufstieg auf einen der Türme. Dort konnten wir auch 8 riesige Glocken bewundern. Insgesamt finde ich, dass der Dom von innen und außen einfach ein beeindruckendes Bauwerk darstellt.













Nach der Dombesichtigung gings in ein Lokal, um dort ein paar Getränke zu genießen. Die Kellnerin dort und die Besucherinnen lieferten uns ein ordentliches Show-Programm. Diese wusste nämlich nicht mal, dass ein Sauvignon Blanc ein Weißwein ist bzw. was das überhaupt sein soll, obwohl dieser auf der Karte stand. Ich musste feststellen, dass die Menschen in Großstädten eine vielfältigere und ausgefallenere Mischung aufweisen und ich nicht mal annähernd mit unseren Leuten in Wieselburg vergleichen kann. Dafür gabs für uns ganz viel zu beobachten.

Nach unserem Barbesuch wanderten wir in das Bowl Lokal von gestern weiter. Für Alex gabs einen Wrap, für mich wieder eine selbst zusammengestellte Bowl. Die heutige habe ich richtig gut getroffen, die war echt verdammt lecker. Ich muss so einen Laden bei uns in der Nähe finden, kann ja nicht jedes Mal nach Köln fahren für eine Bowl. Als Nachspeise gönnten wir uns wieder die Mango-Bowl, die ist einfach nicht zu übertreffen. By the way habe ich gestern ganz vergessen, dass unter einer anderen Kundin der Stuhl einfach zusammenkrachte. Deshalb warf ich heute einen genaueren Blick auf die Stühle und bemerkte, dass meiner auch kurz vorm zusammenkrachen war. Der dritte Stuhl, den wir dann ansahen, war endlich ohne gröbere Auffälligkeiten, so dass wir dann diesen gegen meinen eintauschten. Alex schaffte es wie immer, sein neues weißes Shirt mit Tomatensauce zu bekleckern.

Dann marschierten wir zurück ins Hotel, wobei nun abends so richtig viel los war. Am Weg zurück entdeckten wir noch bunt geschmückt Äste mit roten Herzen, welche mit Frauennamen beschriftet waren. Wenn wir das Ganze richtig interpretieren, handelt es sich hierbei um eine ähnliche Tradition wie bei uns, nur statt Maistrichen gibt es hier “Maiäste”. Ich freute mich jetzt schon richtig aufs Hotel, um wieder etwas Abstand von den Menschenmassen zu bekommen. Dort hieß es dann wieder ran an die Arbeit für Alex und ran an Insta und den Blog für mich. Morgen werden wir dann aus Köln rausfahren und schauen, wo es uns hin verschlägt.









